Das Projekt der Restaurierung der Wallfahrtskirche Sonntagberg, wird von einem Kuratorium unter der Leitung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Diözesanbischof DDr. Klaus Küng begleitet. Die Restaurierungsarbeiten werden sich über rund zehn Jahre erstrecken und umfassen neben der Basilika selbst zahlreiche wertvolle kunsthistorische Schätze. Der Sonntagberg gilt als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mitteleuropas und beeindruckt mit seiner einzigartigen Lage und dem architektonischen und künstlerischen Werk von Jakob Prandtauer und Daniel Gran. Am 29. Juni 2015 fand am Sonntagberg die konstituierende Sitzung des Kuratoriums statt.
Der Sonntagberg, das Wahrzeichen des Mostviertel, gehört zu den vierzehn vom Stift Seitenstetten betreuten Pfarren. Unter diesen hat der berühmte Wallfahrts- und Ausflugsort eine besondere Stellung. Zu seiner Rettung werden nun viele Kräfte gebündelt. Seit dem Jubiläum 400 Jahre Gnadenbild am Sonntagberg im Vorjahr wird eifrig an der Planung für die Revitalisierung gearbeitet. Der großen Bedeutung des Sonntagbergs trägt das jetzt von Landeshauptmann Erwin Pröll und Bischof Klaus Küng eingerichtete Kuratorium Rechnung. Neben dem Land Niederösterreich, der Diözese St.Pölten, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesdenkmalamt sowie der Pfarre Sonntagberg, sind auch die Gemeinde Sonntagberg und das Stift Seitenstetten im Kuratorium vertreten. Das Kuratorium bringt Fachkenntnis in das Projekt ein, entscheidet und wacht über die Restaurierungsarbeiten und beschließt deren Finanzierung. Das Gesamtausmaß der durch das Kuratorium bis 2024 begleiteten Restaurierungen wird mit rund 4,3 Millionen Euro bewertet. Die erste Etappe soll bis zum Frühjahr 2016 mit der Eröffnung der Schatzkammer abgeschlossen sein.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll die Wallfahrtskirche sowohl innen als auch außen saniert werden, die Kunstschätze der Kirche und der Schatz¬kammer sollen ebenso wie der sogenannte Türkenbrunnen restauriert werden.
Für die erste Etappe 2015/2016 sind die Sanierung des Daches sowie der Ver¬blechungen, des Sockelputzes im Kircheninnenraum und der Sakristei geplant. Weiters müssen statische Maßnahmen am Dachstuhl und am Mauerwerk der Kirche vorgenommen werden. Schließlich soll der erste Teil der Kunstgegenstände der Schatzkammer restauriert werden.
Landeshauptmann Erwin Pröll und Bischof Klaus Küng teilen sich den Kuratoriumsvorsitz
Den Vorsitz im Kuratorium Sonntagberg teilen sich Dr. Erwin Pröll und DDr. Klaus Küng. Der Sonntagberg mit seiner Basilika und seiner prominenten Lage als Aussichts- und Ausflugsberg ist sowohl für die Diözese St. Pölten als auch für das Land Niederösterreich von besonderer Bedeutung. Besonders der kulturtouristische Aspekt ist für Landeshauptmann Erwin Pröll von besonderer Bedeutung: „Der Sonntagberg ist Wahrzeichen und Kulturjuwel. Daher haben wir die Verpflichtung diesen besonderen Schatz unserer Heimat für kommende Generationen zu erhalten“ so Erwin Pröll.
Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hebt die Bedeutung des Sonntagbergs als Wallfahrtsort hervor: „Zwei Punkte die die Bedeutung des Sonntagbergs kennzeichnen, sollen erwähnt werden: zum einen ist diese Basilika der HL. Dreifaltigkeit geweiht und damit dem Kern unseres religiösen Bekenntnisses. Zum anderen gehört der Sonntagberg zu den wichtigsten Wallfahrtsorten Mitteleuropas. Seit jeher kamen Pilger aus Tschechien, Deutschland, der Slowakei und Ungarn auf den Sonntagberg. Dieser großen Bedeutung muss bei den kommenden Restaurierungen Rechnung getragen werden!“
Das Stift Seitenstetten und der Verein „Basilika Sonntagberg“ kümmern sich aktiv um die Revitalisierung des Pilgerortes.
Das Benediktinerstift Seitenstetten trägt die Hauptlast der Restaurierungen. Für den Abt Mag. Petrus Pilsinger ist dies eine positive und herausfordernde Aufgabe: „Der Sonntagberg ist ein besonderer Ort: Wallfahrtsort, Ausflugsziel, ein Treffpunkt für Kunstinteressierte, vor allem aber ist er Identitätsstifter. Wer jemals ganz oben zur Ruhe gekommen ist und seinen Blick in alle Richtungen hat schweifen lassen, der versteht seine Bedeutung: der Sonntagberg ist ein Platz, an dem die Einzigartigkeit der Schöpfung direkt erfahren werden kann; ein Ort der Demut und Dankbarkeit lehrt!“
Unterstützung erfährt der Sonntagberg durch den Verein „Basilika Sonntagberg“. Hunderte Menschen haben sich der Initiative des Obmanns des Vereins, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, angeschlossen. Selbst ein Mostviertler, baut er auf die Bereitschaft der Menschen, diesen Ort zu retten. „Der Sonntagberg ist ein einzigartiger Kraftort, der symbolisch für die Bedeutung unserer Wurzeln steht. Nur wer seine Wurzeln kennt und pflegt, kann auch hoch hinaus wachsen. Der Sonntagberg ist ein Beispiel für unsere Wurzeln und deshalb Auftrag an alle ihn zu unterstützen und zu erhalten.“
Pfarre und Gemeinde finden auch am Sonntagberg ihr Zentrum und einen Rückzugsort
Schon jetzt ist der Sonntagberg Ziel zahlreicher Wallfahrtsgruppen. Auch die zunehmende Popularität des Pilgerns ist am Sonntagberg deutlich spürbar. P. Superior Mag. Franz Hörmann über „seine“ Kirche: „Spiritualität ist immer dort spürbar, wo Menschen mit einem gemeinsamen Anliegen feiern! Ein besonderer Ort, wie der Sonntagberg, lässt diese Momente aber besonders groß werden. Der Sonntagberg ist für Viele ein Ort des Dankens, ein Ort des Bittens, des gemeinsamen Gotteslobes und natürlich ein Ort des Feierns, wie bei Hochzeiten! Es ist wichtig, dass alle mithelfen, besondere Orte wie den Sonntagberg zu erhalten!“
Für die Gemeinde Sonntagberg ist der Berg mit der Wallfahrtsbasilika mehr als nur Namensgeber. Bürgermeister Thomas Raidl sieht in diesem Berg ein besonderes Geschenk für seine Gemeinde: „Der Sonntagberg ist das natürliche und weithin sichtbare Symbol unserer Gemeinde. Trotzdem ist er auch Rückzugs- und Erholungsort. Wir sind als Gemeindebürger dankbar, dieses spirituelle und architektonische Mostviertler Wahrzeichen in unserer Mitte zu haben. Die Restaurierung und Revitalisierung der Wallfahrtskirche Sonntagberg ist ein Anliegen aller Bürger.“
Veranstaltungen
Parallel zum Start der ersten Bauetappe der Restaurierung unter Leitung des Kuratoriums laufen schon die Arbeiten im Umfeld der Basilika. Die Neugestaltung des Vorplatzes durch die Gemeinde Sonntagberg soll bis zum Herbst abgeschlossen sein. Eröffnet wird der neu gestaltete Platz am Michaeli – Kirtag am 4. Oktober 2015.
Zahlreiche Veranstaltungen beleben den Sonntagberg. Besonders hervorzuheben sind die „Orgelmittage“. Jeden Sonntag im Juli und August gastiert von 12 bis 12.30 Uhr ein prominenter Organist in der Basilika am Sonntagberg.
Informationen zum Verein Basilika Sonntagberg sowie zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.sonntagberg.com , telefonisch unter 07448/21 572 und unter sonntagberg@stift-seitenstetten.at
Aussender: Stift Seitenstetten, Mag. Albert Bucar, Wirtschaftsdirektor, Tel 07477/42 300 – 222, albert.bucar@stift-seitenstetten.at , www.stift-seitenstetten.at