Nach 23 Jahren Projektleitung der Kunstwoche Grafenschlag kehrt der Metallbildhauer und Aktionist Paul Seidl zu seinen Wurzeln als Bildhauer zurück und folgt der Einladung des Symposions Lindabrunn. Er ist ein Bildhauer der besonderen Art und nützt bei der Herstellung seiner Kunstwerke eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit – die Erzeugung, Beherrschung und Nutzung des Feuers.
„Meine Skulpturen sind Elementarverformungen“, sagt Paul Seidl über seine Skulpturen. „Es werden Metallkörper vorbereitet, mit Wasser gefüllt und über offenem Feuer erhitzt“, ergänzt der künstlerische Leiter des Symposions Kurt Weckel, „durch den Dampfdruck und die Spannungen im Material kommt es zu unterschiedlichen Verformungen. So lässt der Künstler den Werdeprozess seiner Skulptur sichtbar und hörbar werden. Die Objekte bersten, öffnen sich, formen sich neu und werden so als Form im Feuer „geboren“. Es entstehen neue, bizarre Metallskulpturen, die der Künstler zu Toninstrumenten verwandelt.“
Gemeinsam mit den Musikern Josef Koppensteiner (Tuba, Posaune) und Raphael Schuster (Percussion) bespielt Paul Seidl in einer aktionsreichen Performance seine Kunstobjekte. Mit durchaus ungewöhnlichen und eindrucksvollen Klangerlebnissen ist zu rechnen.
PAUL SEIDL - Geburt einer Form Kunst- und Musikperformance
22. August 2015 :: 18 Uhr
Paul Seidl :: Regie, Percussion, Josef Koppensteiner :: Tuba, Posaune, Raphael Schuster :: Percussion
Symposion Lindabrunn, Steinbruchstrasse 25, 2551 Enzesfeld/Lindabrunn
Schlechtwetter – Ersatztermin: 23. 8. 2015, 16 Uhr
Aussender/Kontakt: Johanna Haigl, Organisatorische Leitung, PR, Tel: +43-676-7455013, j.haigl@symposion-lindabrunn.at, VSL - Verein Symposion Lindabrunn, Laboratorien experimenteller Kunst und Architektur, Labs for experimental Art and Architecture, Steinbruchstraße 25, 2551 Enzesfeld-Lindabrunn, www.vsl.or.at