Sechs Monate nach ihrem Start in Österreich zieht die Crowdfunding-Plattform wemakeit.at eine erfolgreiche Zwischenbilanz: Bereits 22 Projekte im Umfang von rund 220’000 Euro wurden mit der „Crowd“ finanziert. Mit einer zukunftsweisenden Kooperation wird heute ein neues Kapitel der Kulturförderung aufgeschlagen: 32 Kulturprojekte starten ihre Crowdfunding-Kampagnen und werden vom Bank Austria Kunstpreis mitfinanziert.
„Es ist grossartig zu sehen, wie Crowdfunding von Monat zu Monat an Attraktivität gewinnt – und wir mit. Das Interesse ist riesig und zieht sich durch alle Bereiche und Regionen“, sagt Simone Mathys-Parnreiter, Verantwortliche für wemakeit in Österreich. Mit über 200 Beratungsgesprächen, Workshops und Interviews hat sich wemakeit innerhalb kürzester Zeit einen Namen als Startrampe für kreative Projekte gemacht. „Wir haben Crowdfunding in Österreich vorangebracht. 2014 gab es landesweit rund hundert Kampagnen, Crowdinvesting und -lending ausgenommen. Bis Ende 2015 werden alleine über wemakeit.at an die hundert Projekte erfolgreich finanziert worden sein“, so Mathys-Parnreiter. Besondere Highlights sind der verpackungsfreie Supermarkt holis in Linz, der mit 488 Unterstützern knapp 40’000 Euro aufgestellt hat, und das Magazin stadtform, das seine Zielsumme von 8’000 Euro um mehr als das Doppelte übertreffen konnte. Simone Mathys-Parnreiter: „Für diese Projekte ist Crowdfunding nicht nur Finanzierung, sondern auch ein auch eindrücklicher und breitenwirksamer Beweis, dass sie mit ihren Unterfangen am richtigen Weg sind.“
wemakeit.at:
Der Erfolg in Zahlen (Stand 10. September 2015)
Erfolgreich abgeschlossene Projekte: 22
Projekte zur Zeit online: 44
Summe der erfolgreichen Projekte: EUR 218’757
Summe aller getätigten Unterstützungen: EUR 268’310
Durchschnittliche Zielsumme: EUR 7’400
Durchschnittliche Unterstützung: EUR 100
Anzahl aller Unterstützungen: 2’715
Bank Austria Kunstpreis: Kulturfinanzierung Hand in Hand mit der Crowd 32 österreichische Kulturinitiativen starteten am 10. September, ihre Crowdfunding-Kampagnen auf wemakeit.at/bankaustriakunstpreis. Das Besondere: Jedes Projekt, das ein Drittel seiner selbstgewählten Zielsumme und mindestens 20 Unterstützer erreicht, erhält vom Bank Austria Kunstpreis das zweite Drittel der Finanzierung. Das letzte Drittel muss wieder mit der „Crowd“ aufgestellt werden.
„Mit diesem Modell möchten wir noch viel mehr als bisher in die Breite und die Vielfalt des kulturellen Lebens in Österreich vordringen und den vielen kleinen, anspruchsvollen Kreativ-Initiativen eine Möglichkeit zur Finanzierung bieten“, erläutert Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria, das Engagement seines Instituts. „Gemeinsam mit der österreichischen Kunst- und Kulturszene möchten wir diese doch noch junge, zukunftsweisende Form der Kulturfinanzierung etablieren und vorantreiben.“ Auch beim Bank Austria Kunstpreis gilt: Wer ein Projekt unterstützt, wird mit attraktiven Gegenleistungen belohnt. Persönliche Veranstaltungseinladungen, Produkte zu Vorzugspreisen, Führungen hinter den Kulissen – Unterstützern bieten sich einzigartige Gelegenheiten, Teil ihrer Lieblingsprojekte zu werden.
Highlights aus den 32 Projekten:
Refugee-Film-Workshops (Traiskirchen): Das Filmfestival „this human world“ plant Filmworkshops mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und wird die Ergebnisse während des Festivals zeigen.
Das Buch zur Virgilkapelle (Wien): Die Baugeschichte der Virgilkapelle soll dokumentiert werden. Unterstützer erwarten exklusive Einblicke in diese Außenstelle des Wien Museums.
A.S.H. Austrian Superheroes (Wien): Harald Havas und seine Zeichner lassen Captain Austria, das Donauweibchen und den Bürokraten in einem Comicheft ihr heldenhaftes Unwesen treiben.
Die Kunst der freundlichen Geste (Linz/Wien): Gastfreundschaft soll gefeiert werden! Durch gemeinsames Speisen und ein interkulturelles Kochbuch von Die Fabrikanten, Plattform Solidarität und Magdas Hotel.
... und es fängt von neuem an (Wiener Neustadt): Das Label Schallter lädt zur Feier der Punk & New Wave-Szene im Wiener Neustadt der 1980er-Jahre – auf Vinyl, CD und DVD.
Bekannte Unbekannte (Graz): Die Geschichte des österreichischen Grafikdesigns wurde von Nora Stögerer aufbereitet und soll in einen wunderschönen, bibliophilen Bildband gegossen werden.
Alle 32 Projekte des Bank Austria Kunstpreises: http://wemakeit.at/bankaustriakunstpreis
Aussender: Stephanie Schorsch, presse@wemakeit.com