Ein Pflichttermin für Freunde des bösen Wortwitzes im Stil der "Brennesseln"!
Die Jahresrückblicke von "Brennessel"-Texter Alfred Aigelsreiter haben bekanntermaßen schon Tradition. Bereits zum 6.Mal schreibt er aufmerksam mit, was Sache war, im Laufe des Jahres. Seziert mit spitzer Zunge wahnwitzig und wortgewandt die letzten 12 Monate. Vom ersten Läuten der Pummerin bis zu den letzten Silvesterkrachern.
Er moniert über die Misswirtschaft, die auch die Deutschen perfekt beherrschen. Bei einer Kontrolle am neuen, noch uneröffneten Berliner Flughafen kam man nämlich drauf, daß in einer Halle die Feuerlöscher fehlen, Als man nachsehen ging, bemerkte man, daß auch die Halle fehlte. Dumm gelaufen. Auch für die Neos, die tragisch-trotzig-tumb-taktierenden Tugend-Trolle, die Hybrid-Schwarzen, mit dem Spezialfach Meinungsdesign und Argumente-Styling im Schönfärbermodus. Auch die müssen sich langsam Gedanken machen, woher die nächsten Wählerstimmen kommen sollen. Der Meister des Ingrimms vergisst nicht, dem Kardinal Schönborn zu gratulieren, der heuer 70 wurde und somit fast ins papstfähige Alter schlitterte.
Themen über Themen, die man doch gerne geistig entsorgen würde. Eine Meldung aus England, dass man Schweine und Würstchen aus Kinderbüchern streichen will, weil sich Muslime und Juden diskriminiert fühlen. Wahnsinn, was wird dann aus dem Rennschwein Rudi Rüssel? Oder wenn der Leitl meint, ein guter Wirt ersetzt einen Psychiater, da wünscht man ihm einen guten Wirten, der ihm den Unterschied zwischen sprachlichem Witz und verbalem Dünnschiss erklärt. Oder wenn die Schunkel-Zombies des Musikantenstadls neue Moderatoren bekommen. Wer will das wissen? Dass der Häupl für einen permanenten Song-Contest in Wien ist. Ist dies bereits der Geist aus der Flasche?
Welche Störung macht sich im Frontallappen breit, wenn Faschingsgilden meinen, der Faschingsdienstag sollte zum Feiertag erhoben werden? Oder nicht zu vergessen, der Song-Contest, dieser musikalische Folterabend, homophobe baltische Länder denunzieren uns dafür als "Conchitistan".
Natürlich weiß er auch, wenn man über Politiker lästert, ist man mit wenig brillanten Gegnern gesegnet. Man denke nur an den Darabos, der auf jedem Posten eine Fehlbesetzung ist, oder die FPÖ, das Schadprogramm der Humanität.
Aber es müssen viele Dinge einfach gesagt werden. Stimmt es, dass Blödheit Fraktionszwang ist, in den Wanderdünen des politischen Mainstreams? Daher muss aufgeräumt werden mit dem Phrasenmüll der Herrschenden. Irgendwer muss es ja schließlich tun, und Alfred Aigelsreiter steht keiner Partei nahe, aber jeder unterschiedlich fern.
Es ist zu vermuten, daß noch vieles an Blödheit, Unvermögen, Macheloikes in diesem Jahr ans Tageslicht kommen wird, bis unser HBP, der Quastenflosser des Parlamentarismus zur Neujahrsansprache ansetzt. Alfred Aigelsreiter bringt es zur Sprache, sehr zum Gaudium des Publikums. Ein Pflichttermin für Freunde des bösen Wortwitzes, der auch die "Brennesseln" unverwechselbar macht.
Karten zu € 16,-- / € 10,-- (für Schüler und Studenten)
Kartenvorverkauf: „Haus der Kunst, Kaiser Franz Ring 7, 2500 Baden, Tel 02252/86800/550. Am Tag der Veranstaltung endet der Vorverkauf um 12 Uhr, für Wochenendveranstaltungen Freitag um 12 Uhr. Reservierte Karten sind bis spätestens ½ Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Tages- bzw. Abendkassa im Theater am Steg abzuholen. Tages-/Abendkassa öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Aussender: Abteilung Kultur der Stadtgemeinde Baden, Hauptplatz 1, 2500 Baden, Tel 02252/86 800 DW 232