Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: € 20,– (Vorverkauf), bzw. € 23,– ( Abendkasse)
„Keiner dieser drei kann alles, aber alle können eines: aus Musik und Texten einen raffinierten Cocktail komponieren, der gleichermaßen rührt und schüttelt. Weil der Ernst nämlich daheim bleibt, während die Marie sich einen Karl macht: Sie geht auf Lepschi.“– So steht's auf der Website des Trios geschrieben.
Besetzung: Stefan Slupetzky (Texte, Gesang, Säge), Martin Zrost (Komposition, Arrangement, Gesang, Gitarre, Klarinetten), Tomas Slupetzky (Gesang, Gitarre)
Die Texte Stefan Slupetzkys bringen bereits enormes sprachrhythmisches und lautdichterisches Potenzial mit sich, das nur noch eines angemessenen harmonischen Umfelds zu harren scheint. Mit viel Gefühl für klangliche Zurückhaltung und wirkungsvolle Akzentsetzung spielen Tomas Slupetzky und Martin Zrost einander die kompositorischen Bälle zu. Besonders Letzterer scheint dank seiner reichhaltigen Erfahrungen in der heimatlichen Jazz- und Impro-Szene die Lepschi-Arrangements immer wieder aus dem hinlänglich bekannten Schrammler-Umfeld herauslösen zu können. Klezmer’sche Schwermut und Chanson-affine Skalen brechen hie und da unvermutet auf, ebenso kann man sich jederzeit ein paar Balkan-Splitter eintreten.
Beispiel gefällig? Bittesehr: Im herzzerreißend depperten „Ortsnamenlied“ etwa wird durch syntaktische Verzahnung diverser heimischer Ortsnamen die schlummernde Vulgarität österreichischer Dorfbezeichnungen assoziativ deutlich: „Sag mir, holde Maid aus Wulkaprodersdorf, / Wann ich endlich deine Wulka prodern dorf, / Dein Minihof, ich Kukmirn an von hint und vorn, / Vor lauter Rust wächst mein Stinatz mir gleich zum Horn.“
„Die Brüder Stefan und Tomas Slupetzky haben sich mit dem Jazzer Martin Zrost zusammengetan, um in ausladenden Texten und sparsamen Arrangements die an sich gut ausgeloteten Abgru?nde des Wienerischen noch einmal abzuschreiten. Und siehe da: Es gelingt quasi mit links, sich in eine große Tradition einzuschreiben – bitterböse, saubrutal, saukomisch und hundsordinär!“ (Klaus Nüchtern; Falter)
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