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Veranstaltungen und Festivals

?Wir können doch nicht alle nehmen?

Judith Weissenböck im Gespräch mit Livia Klingl am 11. Feb. in Mistelbach

11. Februar, 19.30 Uhr im Barockschlössl Mistelbach

Livia Klingl ust Autorin des Buches „Wir können doch nicht alle nehmen!“ Nicht gutmenschig, sondern hochgradig pragmatisch greift Livia Klingl ein heißes Eisen an: Während immer mehr Menschen vor Gewalt und religiösem Fanatismus, vor Krieg und Hunger fliehen, zieht Europa die Festungsmauern hoch – und beraubt sich damit selbst vieler Zukunftschancen. Es ist nicht nur humanitäre Pflicht und geltendes Gesetz, Flüchtlinge aufzunehmen, es ist auch sinnvoll, ja notwendig, Zuwanderung zuzulassen.

Die Geburtenraten in Europa sinken, die Menschen werden immer älter, beides Faktoren, die den Wohlstand und das Sozialsystem ins Wanken bringen. Selbst wenn es kaum jemanden schert, dass das Mittelmeer zum Massengrab verkommen ist und gegen jene Fremden Stimmung gemacht wird, die es mittels professioneller Schmuggler bis zu uns geschafft haben: Es wäre aus reinem Eigennutz hoch an der Zeit für eine neue Ausländerpolitik. Eine, die es Flüchtlingen ermöglicht, in einem solidarischen Europa ein neues Leben in Frieden zu finden, und die Wirtschaftsmigranten einen geordneten Zuzug erlaubt – der letztlich auch uns zugutekommt.

Das Buch erhalten Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens – z.B. Facultas Mistelbach - Verlag Kremayr & Scheriau 2015, ISBN: 978-3-218-00968-3

Zur Situation in Mistelbach
Derzeit leben rund 200 Menschen hier bei uns in Mistelbach, die aus ihrer Heimat geflohen sind und in Österreich um Asyl angesucht haben. Das stellt für eine Gemeinde mit 12.000 Einwohnern eine Herausforderung dar.  Eine Gruppe von Privatpersonen versucht seit einem halben Jahr, den Asylsuchenden zu helfen - das reicht der Organisation von Sach- und Geldspenden über gemeinsame Unternehmungen und Tipps zur Bewältigung des Alltags bis zu Deutschunterricht in mehreren Gruppen. Auch wenn sich viele Mistelbacherinnen und Mistelbacher daran gewöhnt haben, auf der Straße Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder auch Somalia zu sehen, gibt es Bedenken, Ängste, Beschwerden, Fragen ...

Reden wir darüber mit der bekannten Buchautorin Livia Klingl, geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des Außenpolitikressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000, wohnt in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil.

Barockschlössl, Museumsg. 4, 2130 Mistelbach, Eintritt gratis – Spenden erbeten – orientalisches Buffet

Aussenderin: Martina Pürkl, Plattform Flüchtlingshilfe Mistelbach, martina.puerkl@austria.info

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