Termine: Mi, 16. März, 20.30 Uhr, dF & Do, 17. März, 18.15 Uhr, OmU
Land: Frankreich, Belgien, Luxemburg | Jahr: 2014 | Laufzeit: 116 Minuten
Regie: Jaco Van Dormael| Darsteller: Benoît Poelvoorde, François Damiens, Pili Groyne, Yolande Moreau, Catherine Deneuve
ZUM INHALT: Gott existiert. Er lebt in Brüssel. Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der Allmächtige (Benoît Poelvoorde) ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau (Yolande Moreau) und Tochter Éa (Pili Groyne) tyrannisiert. Ansonsten hockt Gott vor seinem Computer und tüftelt mit diebischer Freude jene Gebote aus, die zu den Fragen führen, die die Menschheit bewegen: Warum fällt der Toast immer auf die Marmeladenseite, und weshalb erwischt man im Supermarkt grundsätzlich die langsamste Schlange an der Kasse? Als wäre das nicht schon schlimm genug, lässt er immer wieder Dampf ab, indem er Naturkatastrophen oder Kriege arrangiert. Irgendwann hat Éa die Nase voll. Höchste Zeit für eine Lektion, findet sie. Und hackt sich in Gottes Computer ein. Die geheimste seiner geheimen Dateien, die Todesdaten aller Menschen, ist schnell geöffnet. Und dann dauert es nur noch ein paar Klicks, bis jeder Mensch auf Erden per SMS erfährt, wie lange er noch zu leben hat. Diese schockierende Botschaft nehmen manche besser auf als andere und plötzlich denken alle Menschen darüber nach, was sie mit der ihnen verbleibenden Zeit anfangen wollen. Éa bricht fluchtartig auf, um auf der Erde sechs neue Apostel zu suchen und ein brandneues Testament zu schreiben. Doch Gott ist der Meinung, dass er inmitten des ganzen Chaos auch noch ein gewaltiges Wort mitzureden hat…
ZUM FILM: Wie geht man damit um, wenn man unverhofft erfährt, wie lange man noch zu leben hat? Einfach so weitermachen wie bisher? Oder die verbleibende Zeit sinnvoll nutzen? Das sind einige der Fragen, die Belgiens Ausnahmeregisseur Jaco Van Dormael mit seinem vierten Film „Das brandneue Testament“ stellt. Genauso hintersinnig wie witzig geht er weiteren Rätseln nach, etwa, was Gott in einem Waschsalon zu suchen hat und weshalb 18 Apostel womöglich besser sind als zwölf. Wie schon mit seinen früheren Arbeiten „Toto der Held“ oder „Der achte Tag“ gelingt Van Dormael auch diesmal ein wunderbar leichtes, ebenso humorvolles wie bitterböses Kinojuwel. Und er schreibt mal eben die Genesis um. Denn das mit dem Garten Eden stimmt so nicht: In Wahrheit hat Gott als erstes Brüssel erschaffen. Kein Wunder also, dass der Allmächtige bei Van Dormael kein weiser alter Mann mit Rauschebart ist, sondern ein Familientyrann im schmuddeligen T-Shirt, der seine Langeweile an der Menschheit auslässt.In dieser Rolle läuft Belgiens schauspielerisches Ausnahmetalent Benoît Poelvoorde („Man beißt Hund“, „Nichts zu verzollen“) zu komödiantischer Hochform auf. An seiner Seite brillieren die belgischen Kino-Originale François Damiens („Der Auftragslover“, „Verstehen Sie die Béliers“ und Yolande Moreau („Séraphine“, „Die fabelhafte Welt der Amélie“), die hoch talentierte kleine Newcomerin Pili Groyne sowie Filmlegende Catherine Deneuve.
Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „Das brandneue Testament” am Mittwoch, 16. März 2016, um 20.30 Uhr in der deutschen Synchronfassung und am Donnerstag, 17. März 2016, um 18.15 Uhr in der Originalfassung mit Untertiteln in der Filmbühne Waidhofen an der Ybbs.
Veranstaltungsort: Filmbühne Waidhofen, Kapuzinergasse 7, 3340 Waidhofen/Ybbs
Kartenreservierung: unter Tel 07442/525 93 oder 0680/110 76 22
Aussender / Infos: Verein Filmzuckerl, www.filmzuckerl.at , www.facebook.com/Filmzuckerl