++ Die Topothek wird Landesprojekt!
++ LH Stv. Wolfgang Sobotka sieht in Kooperation einzigartige Möglichkeit zur Sicherung historischer Dokumente für künftige Generationen
Kick-off Veranstaltung der Topothek Niederösterreich
Zeit: 12. April 2016, 16.00 Uhr
Ort: NÖ Landesbibliothek, Kulturbezirk 3, 3109 St. Pölten
„Niederösterreich ist das Land archivischer Innovationen!“ sagt Thomas Aigner, Präsident des Internationalen Zentrums für Archivforschung (ICARUS) und Leiter des Diözesanarchivs St. Pölten, und fügt hinzu: „Die digitalen Angebote des Landesarchivs sind österreichweit einzigartig. Außerdem entstanden hier bereits zwei ganz besondere Erfolgsprojekte: Matricula (www.matricula.info) und Monasterium (www.monasterium.net), beides große Portale für digitalisierte Geschichtsquellen – vor allem Kirchenbücher und Urkunden. Durch die massive Unterstützung der Topothek, einer Online-Plattform für historische Dokumente aus Privatsammlungen, zeigt das Land Niederösterreich neuerlich, dass es ein Pionier im Bereich des modernen Archivwesens ist.“ In Niederösterreich verfügen mittlerweile mehr als 50 Gemeinden über ihre eigene Topothek – Tendenz rasant steigend! Wöchentlich kommen neue Topotheken hinzu.
Niederösterreichische Geschichte bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich machen
Geleitet von zumeist ortsansässigen heimatkundlichen ExpertInnen, sogenannten TopothekarInnen, werden auf der Plattform historische Dokumente aller Art (Fotos, Schriften, Pläne, Filme etc.) aus Privatbesitz digitalisiert und eingespeist. „Durch die Topothek können wir archivarische Schätze heben, die ansonsten verloren gehen würden. Kein Archiv der Welt hätte die Kapazitäten, Privatpersonen zu kontaktieren und ihre Fotosammlungen in alten Pappkartons durchzusehen”, sagt Topothek-Gründer Alexander Schatek und verweist damit auf das innovative Potential der Topothek, das HobbyforscherInnen zu zentralen „HüterInnen” der Regionalgeschichte macht. LH Stv. Wolfgang Sobotka sieht dies ähnlich: „Um die Segel für die Zukunft zu setzen, muss eine Gesellschaft wissen, woher sie gekommen ist. Mit der Topothek werden historische Erinnerungsstücke der niederösterreichischen Bevölkerung für gegenwärtige und zukünftige Generationen zugänglich gemacht – so pflegen und sichern wir das Gedächtnis unseres Bundeslandes.”
Zukunftsprojekt made in Niederösterreich
Das Land Niederösterreich, allen voran LH Stv. Wolfgang Sobotka, und das NÖ. Landesarchiv fördern die Topothek materiell sowie immateriell über einen Zeitraum von zwei Jahren. Neben finanzieller Unterstützung beteiligt sich das Niederösterreichische Landesarchiv als wissenschaftlich-logistischer Partner.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wird diese einmalige Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich bzw. dem Niederösterreichischen Landesarchiv, ICARUS und den mittlerweile zahlreichen ehrenamtlichen TopothekarInnen gefeiert. Neben den Festrednern, LHStv. Wolfgang Sobotka, Willibald Rosner, Leiter des NÖ. Landesarchivs, Thomas Aigner und Alexander Schatek wird es auch ganz persönliche Berichte von TopothekarInnen geben.
Der fleißigste niederösterreichische Topothekar sitzt übrigens in Himberg – mit 2.800 eingescannten Dokumenten arbeitet Franz Kowatschek mit gleichbleibender Intensität täglich an seinem Ortsarchiv im Web. Der ehemalige Eisenbahner sagt über sein besonderes Hobby: „Die Topothek ist wie ein Virus, der nicht mehr verschwindet. In einer digitalen Welt gibt es keinen besseren Weg, um Geschichtswissen zu verbreiten. Ich würde mir wünschen, durch meine Aktivitäten auch junge Leute dafür begeistern zu können.”
Aussender / Rückfragen: Dagmar Weidinger, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ICARUS, Tel 0699/123 13 883, dagmar.weidinger@icar-us.eu , www.icar-us.eu