Haus der Kunst, Kaiser Franz Ring 7, Baden
Dr. Elisabeth Buxbaum präsentiert „Transit Shanghai“ ein Leben im Exil. Lesung mit Fotopräsentation bzw. Filmausschnitte. Eintritt frei., Über 4000 Österreicherinnen und Österreicher, vor allem Juden aus Wien und Graz, fanden nach dem März 1938 Zuflucht in Shanghai – dem einzigen Hafen der Welt, in dem zu dieser Zeit eine Einreise ohne Permit und Visum und ohne größere Geldbeträge gestattet war.
Infos: Kulturabteilung der Stadtgemeinde Baden , Tel: 02252/86 800-230
Transit Shanghai
Über 4000 Österreicherinnen und Österreicher, vor allem Juden aus Wien und Graz, fanden nach dem März 1938 Zuflucht in Shanghai – dem einzigen Hafen der Welt, in dem zu dieser Zeit eine Einreise ohne Permit und Visum und ohne größere Geldbeträge gestattet war.
Shanghai war der exotischste aller Exilorte, in dem es aber für die Flüchtlinge möglich wurde, eine Existenz mit eigener Tradition und Kultur aufzubauen. Dies geschah im Wissen, dass man in einem Transitraum lebte, den man bald wieder verlassen würde, nicht ahnend, dass dieses „Bald“ fast ein Jahrzehnt dauern und dass die nationalsozialistische Bedrohung ihren Weg bis Shanghai finden würde.
Das Überleben war schwierig und ein täglicher Kampf, aber umso reicher war das Kulturangebot: Zeitungen, Schulen, Büchereien, Konzerte, Ausstellungen, Radioprogramme, Theateraufführungen, ja sogar „Wiener Kaffeehäuser“ erleichterten den Alltag.
Einer dieser „Shanghaianern“ war der Wiener Oskar Rosenzweig, der Stiefvater der Autorin. In ihrem Buch zeichnet sie ein Dezennium seiner Lebensgeschichte im Exil, aber auch ein Jahrzehnt Welt- und Kulturgeschichte nach.
Zum Buch
Erschienen bereits 2008 im Verlag EDITION STEINBAUER gewinnt das Buch angesichts der derzeitigen Flüchtlings- und Asylsituation wieder an Bedeutung.
ZurAutorin
Elisabeth Buxbaum, geboren in Wien; Studium der Geschichte und Germanistik, Dr. phil.; Arbeiten im Bereich der Literatur des 19. Jahrhunderts wie Joseph Schreyvogel (1995) oder Adalbert Stifter (2005) und zum Thema „Goethe und Österreich“ mit der Gestaltung der gleichnamigen Ausstellung 1999 in der Österreichischen Nationalbibliothek. In der Edition Steinbauer bereits erschienen: „Veronika, der Lenz ist da. Walter Jurmann – Ein Musiker zwischen den Welten und Zeiten“ und 2014 „Des Kaisers Literaten. Kriegspropaganda zwischen 1914 und 1918“
Aussender: Znoy Cornelia, cornelia.znoy@baden.gv.at