Der 100. Geburtstag von Karl Schiske steht 2016 im Mittelpunkt der Museumsaktivitäten. Zahl, Maß, Proportion spielen in der Musik – der Ordnung von Tönen in messbaren Verhältnissen und Bezügen - von Anfang an eine zentrale Rolle, mehr noch als in der Architektur und bildenden Kunst. In den ausgewählten Werken unseres Programms steht diese Thematik zentral. Karl Schiskes “Transformationen im Goldenen Schnitt” für 2 plus 3 plus 5 Instrumente spielen sie auf allen Ebenen, von der Besetzung bis zur Rhythmik im Detail durch, ähnlich wie schon J.S. Bachs großes Ricercar aus dem “Musikalischen Opfer” (1748), bis hin zur Polyphonie des Spätmittelalters (um 1360) einerseits und K.H. Essls elektronischen Algorithmen (2008) andererseits.
Ein Komponist der Moderne
Am 12. Februar 2016 wäre der Komponist Karl Schiske 100 Jahre alt geworden. Das museumORTH widmet sich in einer Reihe von Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten dem Jubiläum, um in vielschichtiger Weise dem Künstler und seinem Schaffen nachzuspüren. Die Stationen seines Lebens beinhalten aktuelle Aspekte, wie z.B. ein Flüchtlingsschiksal nach dem Zusammenbruch der Habsburg-Monarchie 1918. Um Komponieren zu können begab sich Karl Schiske regelmäßig in die Berge und in die Donauauen. Er ist Teil der österreichischen Musikgeschichte nach 1945 und war einer der prägendsten Lehrer an der Musikhochschule – die “Schiske-Klasse” ist legendär.
Ausstellungseröffnung: 1. Mai, 16 Uhr. Anschließend um 17 Uhr: Schiske-Konzert im Festsaal Schloss Orth. Leitung: Univ.-Prof. Ingomar Rainer – Sectio aurea, Proportion und Symmetrie (Schiske, Bach, Machaut, Hauer, Essl) Universität für Musik und darstellende Kunst (Joseph Haydn Institut für Kammermusik und Spezialensembles).
Spezialprogramm am 21./22. Mai beim NÖ-Museumsfrühling
Ausstellungsdauer bis 1. November
Aussenderin: Mag. Hilde Fuchs, museumORTH, www.museum-orth.at , Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau