Kunstfabrik Groß Siegharts, Karlsteiner Str. 4, 3812 Gr. Siegharts
Die Kunstfabrik Groß Siegharts eröffnet am 28. Mai um 19 Uhr die Ausstellungen „Perspektiven Groß-Siegharts“ und „Kartographie eines Nicht-Ortes“. Die Ausstellungen sind bis 10. Juli von Mittwoch bis Sonntag, 13 – 18 Uhr, zu sehen. Im Anschluss an die Eröffnung wird die Tanzperformance „Der Zwiebelschäler“ in der Kunstfabrik uraufgeführt.
In der Galerie Kunstfabrik wird die Gruppenausstellung „Perspektiven Groß-Siegharts“ gezeigt. Die Architektin Johanna Albrecht, die Künstlerin Melanie Berlinger, die Raumplanerin Daniela Fessl und der Künstler Patrick Schabus beleuchten die einstige Textilstadt aus völlig neuen Blickwinkeln. Sie entdecken Potenziale und entwerfen Modelle, Pläne und Kunst. Johanna Albrecht präsentiert das Architektur-Projekt ZWEIT.WERT, das neue Nutzungsideen der leerstehenden Adensamer Textilfabrik vorschlägt. Melanie Berlinger begibt sich auf Erkundungstour durch Groß-Siegharts und hält ihre persönliche Wahrnehmung der Stadt in einem neuen Stadtplan fest. Wie Groß-Siegharts klingt, erfasst Daniela Fessl in einem Soundscape, das die typische Klanglandschaft der Stadt hörbar macht. Die Collagen von Patrick Schabus beschäftigen sich mit dem historischen Beruf des Bandlkramers und der Entstehung erster Fabriken in Groß-Siegharts.
Was den jungen Künstler Sebastian Grande beschäftigt, sind weniger konkrete Orte wie Groß-Siegharts, sondern vielmehr sogenannte Nicht-Orte. In der Ausstellung „Kartographie eines Nicht-Ortes“ im Projektraum junge Kunst zeichnet der Grafik-Student paradoxe Landkarten von fiktiven Orten. In diesen Karten ist eine exakte Positionierung weder möglich noch notwendig. Sebastian Grande interessiert sich für Eigenschaften außerhalb der klassischen Kartographie und macht in der Ausstellung Zwischen-Bereiche und Nicht-Orte sichtbar.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnungen startet die neue Performance-Reihe „Kunstfabrik-X-Tended“ in der Kunstfabrik. Julia Müllner, Zuzanna Pruska, Seung Ju Lee, Rada Kovacevic und Martyna Lodej sind eine junge Tanz-Truppe aus Korea, Polen, Serbien und dem Waldviertel. Gemeinsam mit dem Heidenreichsteiner Schlagzeuger Raphael Schuster bringen sie am 28. Mai die Tanzperformance „Der Zwiebelschäler“ erstmals auf die Bühne. Es geht um die Suche nach dem Innersten, dem Kern der Zwiebel. Nach und nach werden Schichten freigelegt, bis der Schäler das Ganze, seine Teile und sein Innerstes erkennt.
Aussender: Kunstfabrik Groß Siegharts, kunstfabrik.gross.siegharts@gmail.com