Im 3. Jahr des Bestehens wagt sich der musiktheaterfrühling Kilb nach einer erfolgreichen Operette und einem Musical auf die Konzertbühne mit Haydns „Schöpfung“.
Auch wenn das Festival mit diesem Stück einen Ausflug in den Konzertsektor wagt, passt es dennoch gut zum musiktheaterfrühling. Die Schöpfung wurde schon bei ihrer Uraufführung 1798 zu einem Riesenerfolg und hält sich seither wie kaum ein anderes Oratorium auf den Konzertbühnen.
Haydn vereint in diesem Oratorium die Summe seines Könnens, Bachs Kontrapunkt, Händels Pracht und Mozarts Melodik zu einer grandiosen Synthese, die bis heute die Zuhörer fasziniert. Von der naiven Tonmalerei bis zur progressiven "Vorstellung des Chaos" vor der Entstehung der Welt reicht Haydns musikalischer Kosmos - mit seinem genialen Bilderbogen sprach und spricht er alle Gemüter direkt an.
Für Bernhard Thain sind Transparenz und die Durchhörbarkeit des Werkes von großer Bedeutung. Unerlässlich ist dabei die Interpretation auf z.T. Original – Instrumenten, welche bei der Orchesterarbeit und in Folge bei der Zusammenführung des „Gesamtkunstwerkes“ eine große Rolle spielt.
Gerade bei der „Schöpfung“ lässt sich erleben, wie lebendig und selbstverständlich sich historische Aufführungspraxis mit der Virtuosität und Klangpracht verbinden lässt.
„Durch die tonmalerischen Schilderungen der biblischen Schöpfungsgeschichte macht Haydn seine Komposition zu einem der dramatischten und theatralischten Oratorien überhaupt“, freut sich die Kilber Regisseurin Kathi Strommer auf die Umsetzung dieses Werkes. Daher wird „Die Schöpfung“ auch gerne in Szene gesetzt. Soweit will das Kilber Festival nicht gehen, jedoch werden die wichtigsten Momente schon mit visuellen Effekten unterstützt werden.
Termine:
17. Juni, Basilika Maria Taferl, 19.30 Uhr, Karten unter www.oeticket.com
18. Juni, Pfarrkirche Kilb, 19.30 Uhr, Karten 02748/73 21-15, k4@kilb.at
Aussender: Dieter Bader, dieter.bader@wknoe.at