Regisseurin Mirjam Unger und Hauptdarsteller Gerald Votava am 2. August zu Gast in Waidhofen/Ybbs
Von 2. bis 23. August lädt der Verein „Filmzuckerl“ in Kooperation mit der Stadt Waidhofen/Ybbs heuer wieder zum Schlosshofkino. Zum bereits sechsten Mal geht es dabei im Schlosshof des Waidhofner Rothschildschlosses an vier Dienstag-Abenden auf eine abwechslungsreiche cineastische Reise. Am Programm stehen vier hochkarätige Filme aus Österreich, Frankreich und Äthiopien. Zusätzlich werden auch heuer wieder Filmemacher und Schauspieler in Waidhofen/Ybbs erwartet, um dem Publikum im Rahmen von Filmgesprächen Einblicke in ihre Arbeit zu geben.
Los geht es am 2. August mit „Maikäfer flieg“ von Regisseurin Mirjam Unger, einer Adaption des autobiografischen Romans „Maikäfer, flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“ von Christine Nöstlinger. Regisseurin Mirjam Unger und Hauptdarsteller Gerald Votava werden zur Eröffnung in Waidhofen erwartet.
Weiter geht es am 9. August mit der Niederösterreich-Premiere der österreichischen Komödie „Hotel Rock`n`Roll“ von und mit Publikumsliebling Michael Ostrowski. Darsteller Gerald Votava wird dabei in Waidhofen für ein Filmgespräch vorbeischauen.
Ins Paris der Jahrhundertwende geht es dann am 16. August mit dem französischen Film „Monsieur Chocolat“ von Regisseur Roschdy Zem. In der Hauptrolle brilliert Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“).
Ihren Abschluss findet die diesjährige cineastische Reise in Kooperation mit dem Weltladen Waidhofen/Ybbs am 23. August mit „Lamb“ von Regisseur Yared Zeleke in Äthiopien.
Damit beim Schlosshofkino auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, dafür sorgt einmal mehr Schlosswirt Andreas Plappert. Auch heuer wieder kann man das Schlosshofkino vom „Schlosswirt-Gastro-Sitzplatz“ aus genießen und so cineastischen und kulinarischen Genuss perfekt miteinander verbinden. Tischreservierungen unter 07442/53657.
Vor und nach dem Film wird der Schlosshof des Waidhofner Rothschildschlosses von einem DJ stimmungsgerecht beschallt.
Bei Schlechtwetter findet die Vorführung um 21.00 Uhr im Kristallsaal des Rothschildschlosses statt.
Karten sind im Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs, Schlossweg 2, Tel. 07442/511-255, unter tourismus@waidhofen.at, im Weltladen Waidhofen, in der Sparkasse Waidhofen sowie an der Abendkasse erhältlich.
Programm:
Dienstag, 2. August, 21 Uhr: Maikäfer flieg
Eröffnung in Anwesenheit von Regisseurin Mirjam Unger und Darsteller Gerald Votava
A 2015, Regie: Mirjam Unger
Darsteller: Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava, Christa Stadler, Heinz Marecek
Dauer: 109 Minuten
Christine Nöstlinger, eine der wichtigsten und einflussreichsten österreichischen Autorinnen, feiert im Oktober 2016 ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass und in großer Bewunderung und Wertschätzung ihrer Schreibkunst hat Regisseurin Mirjam Ungar ihren zum Großteil autobiografischen Roman „Maikäfer, flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“ verfilmt. Wien 1945: Ausgebombt und mittellos kommt die neunjährige Christine (Zita Gaier) mit ihrer Familie in einer noblen Nazi-Villa in Neuwaldegg unter. Nach der Kapitulation der deutschen Soldaten quartieren sich die Russen im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden russischen Soldaten. Nur Christine nicht. Regisseurin Mirjam Unger behält in ihrer Adaption von Nöstlingers Roman sowohl die inhaltliche Struktur als auch die Perspektive der neunjährigen Christine bei. Derart kann auch sie permanent zwischen Tragik und Komik changieren, ohne dabei das eine oder andere zu forcieren. Christines Beobachtungen sind flink, humorig und in ihrer trotzigen Naivität sehr weitsichtig. So muss Krieg gewesen sein, so lapidar im Alltag, so stechend im Bauch, so lustig, weil man an einem Wundertag
den Teller ablecken durfte, ohne geschimpft zu werden, falls es einmal doch etwas Gutes zu Essen gab.
Dienstag, 9. August, 21 Uhr: Hotel Rock’n’Roll
In Anwesenheit von Regisseur Helmut Köpping und Darsteller Gerald Votava
A 2016, Regie: Helmut Köpping, Michael Ostrowski
Darsteller: Michael Ostrowski, Gerald Votava, Pia Hierzegger, Georg Friedrich, Detlev Buck, Hilde Dalik,
Mao (Pia Hierzegger) erbt von ihrem Onkel ein abgetakeltes Hotel am Land und gemeinsam mit ihren stets gut gelaunten Loserfreunden, den Hobby-Rockstars Max (Michael Ostrowski) und Jerry (Gerald Votava), versucht sie, den Spirit des Sex, Drugs & Rock'n'Roll dort wieder aufleben zu lassen. Doch bald schon müssen die Helden das Erbe gegen die feindliche Konkurrenz, das Großkapital, einen falschen Gärtner, einen walzenden Inspektor und ihre eigenen Unfähigkeit verteidigen. Es beginnt eine fulminant-boulevardeske Tour de Force irgendwo zwischen Peter Alexander, Louis de Funès, Kebapaufstrich und Post-Punk-Iggy-Pop.
Mit „Hotel Rock‘n‘Roll“ komplettiert Michael Ostrowski Leider die „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“-Trilogie des verstorbenen Michael Glawogger, die dieser mit „Nacktschnecken“ und „Contact High“ begonnen hat.
Dienstag, 16. August, 21 Uhr: Monsieur Chocolat
A 2015, Regie: Roschdy Zem
Darsteller: Omar Sy, James Thierrée, Clotilde Hesme
Dauer: 110 Minuten
Frankreich, kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts: Auf der Suche nach neuem Talent entdeckt der Clown George Footit (James Thiérrée) den aus der Sklaverei entflohenen Chocolat (Omar Sy), der mit einem kleinen Wanderzirkus durchs Land reist. Die beiden Außenseiter freunden sich an und entwickeln eine gemeinsame Bühnenshow, die schnell zu einem großen Zuschauermagneten wird. Auftritte in den größten Zirkushäusern von Paris machen Footit und Chocolat schließlich landesweit bekannt. Doch der große Ruhm treibt nicht nur einen Keil in die Freundschaft der beiden, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Chocolat muss feststellen, dass er viele Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht dulden werden.
„Monsieur Chocolat“ erzählt die wahre Geschichte vom Aufstieg und Fall von Raphaël Padilla, der unter dem Namen Chocolat als erster schwarzer Künstler auf einer französischen Bühne zu großem Ruhm und Reichtum gelangte und beides wieder verlor. In den Hauptrollen brillieren Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“) als Chocolat sowie Charlie Chaplin-Enkel James Thiérée als Georges Footit, der Chocolat entdeckt und eine tiefe Freundschaft mit ihm aufbaut. Mit imposanten Bildern erweckt Regisseur Roschdy Zem das Paris der Belle Époque auf der großen Leinwand wieder zum Leben.
Dienstag, 23. August, 21 Uhr: Lamb
In Kooperation mit dem Weltladen Waidhofen an der Ybbs
Äthiopien 2015, Regie: Yared Zeleke
Darsteller: Rediat Amare, Kidist Siyum, Rahel Teshom
Dauer: 94 Minuten
Während der letzten Dürreperiode hat Ephraim seine Mutter verloren. Nach dem schmerzlichen Verlust beschließt der Vater, den kargen Ort zu verlassen und in der Stadt ein Auskommen zu suchen. Ephraim vermisst seine Mutter schrecklich und findet Trost und Zuflucht bei Chuni, einem Lamm, das zum ständigen Begleiter und eine Art lebendiger Teddybär für ihn wird. Auf dem Weg in die Stadt bringt der Vater die beiden vorübergehend bei seinem Cousin Salomon und dessen Familie unter, die im etwas fruchtbareren Hochland leben. Salomon will den Jungen in den Ackerbau einführen, doch schnell wird klar, dass dieser null Interesse und wenig Talent dafür zeigt. Mehr daran gewöhnt, seine Zeit bei der Mutter in der Küche zu verbringen, hilft er lieber den Frauen im Haushalt anstatt auf dem Feld. Von weiblicher Seite erntet er Anerkennung, von männlicher Hohn und Spott. Unter den Frauen ist auch die junge Tsion, die ihrerseits nicht nach den Wünschen der Erwachsenen gedeiht, weil sie zu viel Zeitung liest und mit ihren Weltverbesserungsideen traditionelle Gewohnheiten hinterfragt. Sie wird Ephraims Verbündete, als es bald darum geht, Chuni vor Salomon in Sicherheit zu bringen, der sich in den Kopf gesetzt hat, aus Ephraim einen richtigen Mann zu machen: Zum Kreuzfest soll Ephraim lernen, ein Lamm zu schlachten.
Vorstellungstermine: 2., 9., 16., 23. August, Beginn: jeweils 21.00 Uhr
Eintritt: Vorverkauf EUR 8,-/ermäßigt Euro 6,-
Abendkasse: EUR 9,- /ermäßigt: EUR 7,-
Schlosswirt Gastro-Sitzplätze: Information & Kartenreservierung: Tel 07442/53 657
www.filmzuckerl.at , www.facebook.com/filmzuckerl
Aussender: Andreas Kössl, Obmann Verein "Filmzuckerl", a.koessl@tele2.at , Tel 0680/110 76 22