Aufgrund der aktuellen Wettersituation wurde äußerst kurzfristig der Standort für hiesige & dosige geändert. Das Festival wird heuer am Messegelände 4, bzw. in der halb-offenen Messehalle 12 stattfinden.
Mit dieser Halle sind wir vor Wind & Regen geschützt, haben jedoch einen gewissen „open-air“ Charakter. Die „Kleine Erlauf“ mit dem für locals bekannte „Ecktümpel“ ist gleich nebenan und lädt zwischendurch zum Planschen ein - am Samstag soll wir wieder Sonnenschein haben … die Camper haben nicht so weit zum Festival und Parkplätze haben wir auch genug.
Weitere Infos und einen Plan finden Sie auf www.halle2.at
********** PROGRAMM – FREITAG, 6. AUGUST 2016 **********
YASMO & DIE KLANGKANTINE (Österreich) 19 Uhr
Yasmin Hafedh, kurz: Yasmo, macht neben Spoken-Word-Performances, Poetry-Slam-Auftritten und jeglichem Literatur-Aktivismus in Österreich vor allem auch Rapmusik.
Ihr Debüt keep it realistisch (2011) und das zweite Album Kein Platz für Zweifel (2013) brachte ihr nicht nur jede Menge neuer Fans ein, sondern auch eine Nominierung für den österreichischen Musikpreis Amadeus und ein spektakuläres Live-Duett mit Nazar am Popfest 2014 am Wiener Karlsplatz.
Schon mit 17 Jahren fing sie an, Texte zu schreiben, vorzutragen und zu rappen. Sie handeln vom Leben, von Problemen, Leben, Eigenheiten und Geschichten, die sie beschäftigen. Mit scharfer Wortklinge zieht Yasmo, seit 2015 von der Klangkantine begleitet, in den musikalischen Kampf für Gleichstellung und Toleranz.
Und das ergibt jede Menge Blechinstrumente und Glitzer. Mit einer deftigen Portion Humor, 10 dag Identität fein aufgeschnitten und Klangnoten, die als musikalische Delikatesse gelten, sind Yasmo und die Klangkantine Futter für Ohrmuscheln, Herz und Hirn.
Lola Marsh (Israel) 20:15 Uhr
Das aus Tel-Aviv stammende musikalische Gespann ist derzeit in aller Ohren und der Newcomer-Geheimtipp für 2016. In ihren ersten beiden Songs Sirene und You're Mine – die EP ist erst im vergangenen Jänner erschienen – legen Lola Marsh mit klang- und kunstvoller Stilsicherheit wahrlich berauschende Kompositionen an den Tag.
Die Formation wurde 2013 von Yael Shoshana Cohen und Gil Landau gegründet. Die ersten Songs entstanden noch zu zweit, schon bald wurde aus dem Duo ein Quintett.
Yael Shoshana Cohen gibt mit ihrer sanften, genau im richtigen Maß angerauten Stimme den Indie-Folk-Klängen einen eigenen melodischen, manchmal etwas wehmütig-sehnsuchtsvollen Ton. Und Multiinstrumentalist Gil Landau hat eine bestechende Begabung für Tonfolgen.
Lola Marsh sind anders. Gut anders! Beachtlich vielseitig. Schön und verführerisch. Lola Marsh bringen chillig-warmen Indie-Folk aus Israel nach Wieselburg.
Mr. Dero & Klumzy Tung (Graz/London) 22 Uhr
Seit 2006 sind Dero aus Graz und Klumzy aus London gemeinsam unterwegs. Ursprünglich als klassische DJ/MC-Kombo gestartet, produzierten die beiden bald ihre eigenen Songs.
Wenn die beiden Herrschaften samt Band die Bühne betreten, kann man mit 100 % positiver Energie rechnen, die einen mitnimmt auf eine Reise durch Hip-Hop, Funk, Electro, Dubstep und Drum'n'Base. In ihrem aktuellen Live-Programm spielen sie neben Songs aus ihrem im Herbst erscheinenden und lang erwarteten neuen Album u.a. Songs von Klumzys Solo-Platte Happy Accidents – auch produziert von Dero –, die mit einem gekonnten Abstecher in akustische Gefielde für Aufsehen gesorgt und einmal mehr gezeigt hat, wie vielseitig und grenzenlos dieses Duo doch ist.
Fährt direkt ins Tanzbein wird durch eine unfassbar gute und extrem charmante Show abgerundet. Halb Konzert, halb Live-Freestyle-Adventure – Klumzy und Dero sind für ihre fulminanten Live-Shows bekannt und dabei absolut mitreißend.?
Anders formuliert: „Expect diverse styles, freestyle and turntable trickery, heavy beats, clever lyrics and bags full of energy, all making up a big, entertaining live show guaranteed to put a smile on your face, and a spring in your step! Be prepared. Anything will happen.”
Desmond & The Tutus (Südafrika) 24 Uhr
Desmond & The Tutus haben sich ausgerechnet nach dem anglikanischen Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu benannt, dabei klingt ihre Sound alles andere als fromm. (Tutu wurde ja aber auch nicht wegen seiner Frömmigkeit bekannt, sondern wegen seines Kampfgeists in der Anti-Apartheitsbewegung bekannt.)
Die vier Jungs kommen aus Pretoria (Südafrika), wo sie im Dezember 2005 ihre Band ins Leben gerufen haben. Das Quartett ist eigentlich nur rein geografisch in Südafrika zu verorten. Weil die Truppe großteils von westlicher Musik geprägt ist, klingt ihre Musik nicht im Geringsten nach ihrer geografischen Herkunft, sondern bewegt sich vielmehr auf den Pfaden britischen Indie-Rocks.
Der Gesang ist hübsch rotzig, die Instrumentierung lebt von zackigen Indie-Gitarren, rumpelndem Schlagzeug und bumpernden Bässen. Zappelnder Rhythmus macht richtig (Tanz-)Laune. Wo auch immer auf der Welt Desmond & The Tutus auf die Bühne steigen, sind die Konzerte ausverkauft. Live sind die vier Johannesburger eine Macht. Sehr lässig!
Im Übrigen ist das Quartett recht verkleidungsfreudig und lassen sich auch mal als betagte Damen (The Golden Tutus) oder Kiss in Szene setzen.
********** PROGRAMM – SAMSTAG, 7. AUGUST 2016 **********
Jodeln & Poschen Workshop im Rahmen von hiesige & dosige
Workshop Konzert ab 18 Uhr
Halle2 stellt die TeilnehmerInnen des Jodel- und Poschen Workshops auf die Bühne und somit in den Mittelpunkt. Zum Auftakt des Samstagabend Programms wird das Ergebnis des gemeinsamen Musizierens präsentiert. Es wird gejodelt, gestanzelt und geposcht. Dabei sein, sich anstecken lassen und applaudieren!
Gewürztraminer (Bayern) 18:45 Uhr
Was als traditionelles Gypsy-Trio begann, hat sich zu einem feurigen Sextett entwickelt, dessen musikalische Inspiration weit über die von Django Reinhardt gegründete Form des Swings hinausgeht. Zu den Standards mischen sich für diese Musik untypische Stücke, z.B. alte Schlager von Hildegard Knef oder Bill Ramsey. Gelegentlich verirrt sich auch ein Wienerlied ins Programm. Und dann gibt es da noch extravagante Eigenkompositionen wie Rien ne va plus, Marcos Bossa oder den sagenumwobenen Kosakenzipfel. Alles zusammen ergibt eine sehr aufgeweckte Mischung mit mehrstimmigem Gesang und rasanten Solo-Parts, beschwingtem Django-Jazz und abgefahrenen Bebop-Lines.
Fazit: Gewürztraminer – das ist eine spezielle Sorte des Gypsy-Jazz, wie man sie nur in Österreich findet. An den Südhängen der Donau gereift, mit Wiener Charme liebevoll veredelt und feinsten Zutaten aus Bayern zu einem einmaligen Genuss für alle Sinne komponiert. Traditionell wird die fruchtige Basis von drei Gitarren gebildet. Der Bass verleiht die nötige Tiefe und hinterlässt ein leicht perliges Kribbeln am Gaumen. Abgerundet wird das Ganze mit frechen, jahrelang im Eichenfass gereiften Akkordeonklängen, die zuweilen unkonventionell anmuten, über die Zeit aber zu einem unverzichtbaren Bestandteil des einzigartigen Gewürztraminer-Gypsy-Jazz geworden sind!
Bublicki (Polen) 20:15 Uhr
Eine der spannendsten Bands der polnischen Folk-Szene – quasi DER musikalische Exportschlager aus Polen! Im Frühjahr 2016 haben Bubliczki ihre dritte CD Turbofolk veröffentlicht.
Das 2007 gegründete polnische Septett spielt einen geradezu schwindelerregend guten Klezmer-Balkan-Brass und mixt diesen mit der musikalischen Tradition der Kaschuben, einer ethnischen Minderheit aus dem Norden Polens. Bubliczki bringen eine unbeschreibliche Energie auf die Bühne. Mitreißend und tanzbeladen. Jedenfalls atemberaubend.
Bukahara (Deutschland) 22Uhr
Wer den Bukahara-Kosmos betritt, muss sich darüber im Klaren sein, dass das einzig Zuverlässige das Unerwartete ist. Eine Geige bestimmt die Harmonie, die Posaune ist plötzlich eine Tuba und dann, auf einmal, sitzt der singende Gitarrist hinterm Schlagzeug. Es ist der Impuls, der den Sound leitet.
Vom Projekt unter Freunden zur felsenfesten Formation. Die vier Musiker studierten Jazz und Pop in Köln, wurden Freunde und gruppierten sich 2009 zu Bukahara. Jedes Mitglied bringt andere kulturelle Klangschätze ein. Dabei beweisen die Vollblutmusiker, dass Swing, Folk, Reggae und Arabic-Balkan keine Widersprüche sein müssen.
Authentisch, verwegen und gewitzt verschmelzen die vier Multi-Instrumentalisten im Handumdrehen mit dem Publikum zu einem schwingenden Ganzen: Denn wenn wir spielen, dann wird getanzt, so Max von Einem (Posaunist).
Das junge Ensemble begeistert mit einer köstlichen Klangreise. Bukahara ist eine Band mit viel Profil und ein bunter Haufen lustiger Gesellen. Eine Band. Vier Musiker. Viel Sound: Bukahara.
Chico Trujillo (Chile) 24 Uhr
Chico Trujillo – das ist Cumbia & Música Fiestera from Chile. So bezeichnen die Südamerikaner jedenfalls selber ihren Musikstil. Für europäische Ohren klingen Chico Trujillo außerdem nach Reggea, Ska, Lateinamerika und Party. Ihre Konzerte sind jedenfalls legendär. Die neunköpfige Truppe ist eine der angesagtesten Gruppen in Chile. Ihre nueva cumbia chilena, eine Mischung aus Cumbia der Pre-Pinochet-Ära und moderner Popmusik, füllt in ihrer Heimat Stadien – und in diesem Sommer auch den Wieselburger Stadtpark.
Die chilenische Gruppe begann um die Jahrtausendwende in der Kleinstadt Villa Aleman, ein paar Meilen von Valparaiso entfernt, zusammen mit Aldo Macha Asenjo und den Mitgliedern seiner Punk/Ska-Gruppe La Floripondio damit, alte chilenische und kolumbianische Cumbia-Hits zu spielen. Daraus entstand die Band, die auch heute noch in großer Besetzung mit großartigen Bläsersätzen und Bateria (Akkordeon) und viel Sinn für den Rhythmus des Cumbia aufspielt. Ein spezieller chilenischer Cocktail, absolut tanzbar. Will sagen: Ritmo, Ritmo, Ritmo!
Aussender /Info: Gudrun Vösenhuber, T: 0676 7777 010, www.halle2.at