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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

2017 jährt sich der Geburtstag von Maria Theresia zum 300. Mal

Sonderausstellung an vier Standorten in Niederösterreich und Wien

Die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. und der KHM-Museumsverband nehmen 2017 den 300. Geburtstag Maria Theresias (13. Mai 1717) zum Anlass einer umfassenden Sonderausstellung unter dem Titel „300 Jahre Maria Theresia: Strategin - Mutter - Reformerin" an vier Standorten in Niederösterreich und Wien. Das gab am Mittwoch das Team der Kuratoren anlässlich des Namenstags der Regentin am Samstag, 15. Oktober, bekannt.

Maria Theresias Leben, ihre Familie und ihr politisches Werk werden dabei vom 15. März bis 29. November 2017 ebenso beleuchtet wie ihr Mythos hinterfragt wird. Schauplätze dieser Auseinandersetzung sind historische Orte, die in engem Zusammenhang mit ihrem Wirken stehen: Schloss Hof und Schloss Niederweiden ließ sie maßgeblich ausbauen, das Hofmobiliendepot, das Anfang des 20. Jahrhunderts seinen heutigen Standort in der Andreasgasse in Wien fand, wurde von ihr gegründet, und die k.u.k. Wagenburg, die sich seit 1922 in ihrer Lieblingsresidenz Schönbrunn befindet, beherbergt noch heute ihren prächtigen Fuhrpark.

Auf Schloss Hof und Schloss Niederweiden stehen dabei, kuratiert von Karl Vocelka, Univ.Prof. i. R. des Instituts für Geschichte der Universität Wien, die Themen „Bündnisse und Feindschaften" (Hof) sowie „Modernisierung und Reformen" (Niederweiden) auf dem Programm.

Auf Schloss Hof, Österreichs größter Schlossanlage auf dem Lande, wird dementsprechend am Beginn der Ausstellung die „Pragmatische Sanktion" gezeigt, von der über die österreichischen Erbfolgekriege und den Siebenjährigen Krieg zum Frieden von Teschen 1779 übergeleitet wird, mit dem das Innviertel an Österreich ging. Porträts und Büsten berühmter Feldherren, Schlachtengemälde sowie Dokumente zum Invalidensystem und zur Versorgung der Kriegswaisen runden die Schau ab.

Auf Schloss Niederweiden wird man sich der Reform von Staat, Steuerwesen, Verwaltung, Schule, Universitäten und Militär widmen, mit der Maria Theresia wesentliche Schritte zur Modernisierung ihres Reiches setzte. Ausdruck dieses Willens zur Gestaltung ist auch Schloss Niederweiden selbst, das Maria Theresia 1755 zusammen mit Schloss Hof kaufte. Zehn Jahre später beauftragte sie ihren Hofarchitekten Nicolaus von Pacassi mit dem Um- und Ausbau, wobei im Zuge dieser Modernisierung auch die Räumlichkeiten samt Festsaal in der damals beliebten China-Mode ausgestattet wurden.

In Wien wiederum stehen im Hofmobiliendepot „Familie und Vermächtnis" (Kuratoren: Elfriede Iby und Werner Telesko) sowie in der Kaiserlichen Wagenburg „Frauenpower und Lebensfreude" (Kuratorin: Monica Kurzel-Runtscheiner) im Mittelpunkt.

Nähere Informationen bei der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. unter 0664/8207191 und e-mail mueller@schoenbrunn.at bzw. beim KHM-Museumsverband unter 01/52524-4024 und e-mail ruth.strondl@khm.at sowie www.mariatheresia2017.at .

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