3 Künstler – 3 Charaktere präsentieren am 19. und 20.11.2016 unter dem Titel ZEITEN blicke im Rahmen einer Werkschau ihre Arbeiten.
Franz Plahs erhielt seine Ausbildungen von diversesten namhaften Künstlern wie z.B. Gerhard Almbauer, Siegfried Santoni und Prof. August Svoboda. Nach langen Jahren der Aquarellmalerei stehen beim Künstler heute die Medien Öl- und Acryl, welche er vielfach in Form von Collagen oder Materialbildern verarbeitet, eindeutig im Vordergrund seines Schaffens. Im Arbeitsprozess werden die Bildträger mit verschiedensten Materialien - meist Fundstücken aus der Natur mit Bezug auf das beabsichtigte Endprodukt - entsprechend aufbereitet und collagiert, ehe final der eigentliche Farbgebungsprozess stattfindet. Seine Arbeiten sind spontan bis intuitiv – beinahe meditativ, sowie stark stimmungsabhängig. Er bevorzugt die abstrakte oder zumindest stark abstrahierte Malweise, und versucht solcherart dem Betrachter möglichst viel Spielraum für eigenen Interpretationen zu belassen. Die fertigen Kunstwerke gleichen einer dreidimensionalen Komposition aus Farben und Formen – ausgewogen – kraftvoll – ästhetisch.
Seine Botschaft: Kunst muss für mich nicht unbedingt "schön" (im herkömmlichen Sinne) sein, aber sie soll den Menschen positiv ansprechen und berühren, aber auch zum Nachdenken anregen.
Renate Plahs hat sich in ihrem künstlerischen Schaffen mehr der Dreidimensionalität gewidmet und konzentriert sich dabei auf das plastische Arbeiten mit unterschiedlichsten Rohmaterialien wie Ton, Stein und Holz. Ihr Wissen konnte die Künstlerin durch Ausbildungen bei Rikki Reinwein und Leslie de Melo (Skulpturen und Objekte) sowie Donna Kato, Ana Blechi und Jana Roberts Benzon (Schmuck) erlangen. Aber auch die ständige Suche nach dem „Neuen“ steht für sie auf der Tagesordnung. So werden immer wieder neue Materialien und Werkstoffe zu eindrucksvollen Objekten verarbeitet. Die Kombination dieser vielen Techniken spiegelt sich in vielen der über Jahre hinweg entstandenen Kunstwerke wider. Objekte, egal ob groß oder klein, hergestellt in Aufbautechniken, reichen von Figuren im Stile der drallen Weiber von Niki de Saint Phalle über bunte Phantasiefiguren bis zu schlanken körperhaften Figuren, vielfach kombiniert mit veredelten Schwemm- oder Rebenhölzern.
Ergänzt wird der kreative Prozess durch die Herstellung von Schmuckstücken, wovon jedes einzelne für sich ein Unikat darstellt.
tom.richard, Schüler von Hermann Nitsch, Giselbert Hoke und Petar Waldegg, zeigt einen breiten Querschnitt seiner Arbeiten- großformatige, am Computer entstandene Portraits schlafender Kinder (Serie be_my_future), mit Tusche übermalte Fotoarbeiten, Aktionsbilder sowie die aktuelle Serie wounded_canvas, mit der er 2014 den 1. Preis des Internationalen Malwettbewerbs ex tempore der Sommerakademie Hortus Niger erringen konnte. Die fast ausschließlich in schwarzweiß gehaltenen Bilder sind erstmals in Österreich zu sehen, nachdem sie bereits auf Kunstmessen in Deutschland und Tschechien gezeigt wurden.
Der Arzt und Bildhauer Dr. Thomas Eibl über die Werke tom.richards:
Die Arbeiten von tom.richard fesseln das Auge des Betrachters, sie laden ein zum Hingreifen und Verweilen, um sich knapp vor der Berührung augenblicklich ins unerreicht Ferne zu entziehen. Ein Fluss aus Melancholie und faszinierender Präsenz! Sie spiegeln den Augenblick der Nähe wieder, der gleichzeitig die Ferne in sich birgt Sie erzeugen jenen geisterhaft mystischen Zustand, der einem überkommt, wenn sich der Morgennebel im Herbst vor der aufgehenden Sonne entzieht…
Die Ausstellung spannt ihren Bogen somit von der Malerei über Plastiken, Skulpturen und Objekte bis zum Schmuckdesign und verspricht somit eine interessante Durchmischung für den Besucher.
Die Werkschau und Verkaufsausstellung ist in der Rüstkammer der Burg Perchtoldsdorf am 19.11.2016 von 10-19 und am 20.11.2016 von 10-17 Uhr zu sehen und frei zugänglich.
Die Eröffnung der Ausstellung samt anschließender Weinverkostung wird durch Frau Vizebürgermeisterin gf GRin Brigitte Sommerbauer am 18.11.2016 um 19 Uhr vorgenommen. Die ausstellenden Künstler freuen sich auf ihren Besuch!
Infos: art_pdf16@vienna-art.at
Aussender: Franz Plahs, franz.plahs@gmail.com