Karin Maria Pfeifer, Hildegard Skowasch (D), Sula Zimmerberger
ACHTUNG VERLÄNGERT BIS: 19. Februar 2017
Karin Maria Pfeifer
In the work Bedwars Karin Maria Pfeifer digs into the virtual world of Minecraft computer game. She takes out a block, the form of the basic graphic and building item and reproduces it on drawings and physical objects. This building block in Minecraft has its origin in physical world and it represents a simple 3-dimensional object in an imaginary space. By using it to build abstract forms in the gallery space the artist switches between the virtual and the real and puts to test perception of space and various realities.
REMIXING ILLUSION_ Räume - work in progress.
Thematische Hintergründe.
Dieses Konzept ist eine momentane Bestandsaufnahme eines grundsätzlich fortlaufenden Projektes, das sich mit Räumen beschäftigt, und zwar sowohl im physischen wie auch im übertragenen Sinn, im psychischen Verständnis.
Als Grundverständnis gilt: Räume werden durch Grenzen definiert. Verschieben sich die Grenzen, ändern sich die Räume, gibt es neue Spielräume, ändert sich die subjektive Lebenserfahrungen eines Raumes.
Physische Räume stehen in Interaktion mit psychischen Spielräumen. So zum Beispiel, wenn Räume und Orte sich als emotionaler Ankerplatz manifestieren, als Lebensraum, an dem Assoziationen und Erinnerungen an vergangene Zeiten festgemacht werden können. Ändert sich dieser Lebensraum in welcher Form auch immer - etwa wenn ein geliebter Mensch verloren geht -, dann fehlt etwas Wesentliches dieses Raumes und damit ändert sich auch die Raumwahrnehmung. Dieser neue objektive Faktor schlägt sich in einem neuen subjektiven Empfinden nieder. Exakt auf diesem Zusammenhang zwischen Raum und der Wandlung der persönlichen Perspektiven beruht auch die bereits verwirklichte Rauminstallation “deconstructing complacency”.
Genauso entstand auch die Idee zu einem Interview mit einem Bankräuber.
Denn so können etwa mangelnde persönliche materielle Perspektiven, also etwa das schlichte Fehlen von Geld, zu einer Einengung der Wahrnehmung führen, zu einer Einengung der Grenzen, ähnlich einem Tunnelblick depressiv verstimmter Personen. Das wiederum kann zu Fehlentscheidungen zum Beispiel in Form eines Bankraubes führen. Die vermeintliche Bewegungsfreiheit finanzieller Art stellt sich hinterher rasch als massive Fehleinschätzungen dar.
Auch psychische Ausnahmesituationen von Euphorie bis Depression stellen die Wahrnehmung von Realität in Frage, können sie verändern und verfremden. Das kann durchaus positiv sein, denn Krisen und Ablösungsprozesse in eine ungewisse Zukunft sind für alle Generationen gleichermaßen präsente und sich wiederholende Aspekte. Sie sind auch systemrelevant, denn unterschiedlichste Problematiken, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, schaffen neue Eindrücke und lassen neue Perspektiven am Horizont auftauchen, die die Grenzen und Spielräume einer Gesellschaft erweitern.
In der künstlerischen Umsetzungen dieses Denkansatzes werden unter anderem Raumgrenzen verschoben, Wandflächen gestalterisch aufgebrochen bzw. neu interpretiert, Bodenkanten ignoriert, Raumerweiterungen suggeriert, Decken abgehängt, oder es wird, ähnlich barocker Scheinarchitektur, auch Stuck aufgetragen, werden klare reduzierte abstrakte Objekte, halbkugelige Strukturen, abstrakte Ornamente an der Wand montiert, aus der sie herauszuwachsen scheinen.
Copyright: karin maria pfeifer
Öffnungszeiten: Sa 10 bis 12 Uhr, 14.30 bis 18.00 Uhr, So 14.30 bis 18.00 Uhr
Aussender: Cornelia König, Kunstverein Baden, Beethovengasse 7, 2500 Baden, www.kunstvereinbaden.at , info@kunstvereinbaden.at , Tel 0650/47 100 11