31. März, 1., 4. April 2017, 20.00 Uhr
2. April 2017, 18.00 Uhr
Eine Radikalkomödie von Werner Schwab
Die böse, witzig derbe Radikalkomödie „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos“ von Werner Schwab ist ein Gustostück für Feinschmecker des Theaters, die Außergewöhnliches und schwarzen Humor lieben.
Im Erdgeschoß eines Mietshauses wohnt Frau Wurm mit ihrem verkrüppelten Sohn Herrmann, der sich, zum Künstler berufen fühlend, nicht aus der Abhängigkeit zu seiner Mutter befreit. Eine Etage höher hat der primitiv derbe Herr Kovacic mit seiner ebensolchen Frau und den beiden ordinären Töchtern Desiree und Bianca seine Wohnung. Herr Kovacic zerquetscht den Goldhamster und zieht lüstern eine seiner Töchter auf seinen Schoß. Frau Grollfeuer, die Hausbesitzerin, residiert in der Beletage. Sie lädt an ihrem angeblichen Geburtstag alle in ihre Wohnung ein, wobei die die schwelenden Kon?ikte zwischen den Hausbewohnern eskalieren. Das grausige Treiben findet erst ein Ende, als alle an dem vergifteten Kuchen zugrunde gehen, den ihnen Frau Grollfeuer vorgesetzt hat. Diese "Volksvernichtung" ist die Konsequenz aus Frau Grollfeuers Erkenntnis, dass ihr Versuch, sich "in ein Verständnis hineinzutrinken", gescheitert ist: "Meine Leber war umsonst. Meine Leber ist sinnlos. "Im letzten Akt sind alle wieder lebendig und sitzen einträchtig bei Frau Grollfeuers Geburtstagsfeier beieinander und singen Happy Birthday.
Werner Schwab wurde 1958 in Graz geboren, studierte von 1978 bis 1980 Bildhauerei in Wien, lebte dann mit Frau und Sohn bis 1989 auf einem abgelegenen Bauernhof in der Steiermark, und arbeitete, außer als Selbstversorger auf seinem neu gekauften kleinen Bauernhof, an „Verwesenden Skulpturen“ aus Kadavern und Knochen. Mit den Uraufführungen 1991 von „ÜBERGEWICHT, am Schauspielhaus Wien, unter der Regie von Hans Gratzer, und der „VOLKSVERNICHTUNG ODER MEINE LEBER IST SINNLOS“ an den Münchner Kammerspielen, unter der Regie von Christian Stückl, gelang Schwab der Durchbruch als Dramatiker. Mit seiner speziellen Bühnensprache „Schwabisch“ erregte er auch in Deutschland Aufmerksamkeit und ging in die Literaturgeschichte ein. Für sein 1991 in München uraufgeführtes Drama Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos wurde er mit dem Mülheimer Dramatikerpreis geehrt und wurde zum meistgespielten Autor der 90er Jahre. In der Neujahrsnacht 1993/94 starb er an einer Alkoholvergiftung.
Besetzung:
Frau Wurm (Eveline Winter), Herrmann, ihr Sohn (Eva Liebhart), Herr Kovacic (Willi Kainz), Frau Kovacic (Christine Reiterer), Bianca (Heidrun Tschakert), Desiree (Annemarie Brunner), Frau Grollfeuer (Ulrike Hassler)
Kostüme/Ausstattung: Adele Schaden
Technik: Vicky Kutil
Regie: Ewald Polacek
Empfohlen ab 14 Jahren!
Eintritt: 17,-- Euro (Jugendliche 12,--) Am Sonntag, 2. April, für Senioren 15,-- Euro
Unsere nächsten Aufführungen:
31. März, 1., 2., 4. April "Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos" Eine Radikalkomödie von Werner Schwab
7. April "Der Gast frisst die Knödeln net!" Eder-Special Nr. 51
8. April "Dicht. Dichter. Prosa - Alexander Lausch und Martin Peichl verlesen sich"
21., 23., 25., 28. April "Frau Emmis Schlüssel(loch)geschichten" Komödie von Eva Boden
Weitere Informationen auf unserer Homepage: www.tam.at
Kartenvorverkauf und Kartenvorbestellungen per E-mail (Homepage), FAX, Telefon. Vorbestellte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden!
Aussender: TAM - Theater an der Mauer, theater@tam.at