Die Werkstatt des keltischen Glasmachers wird errichtet vom 28. April – 1. Mai
Die Kelten waren meisterliche Handwerker und wussten schon in Perfektion Schmuck aus Glasherzustellen. Wie sie das gemacht haben, lässt sich künftig im MAMUZ Schloss Asparn/Zaya erfahren. Vom 28. April bis 1. Mai wird im archäologischen Freigelände des MAMUZ Schloss Asparn/Zaya eine Glasmacherwerkstätte errichtet. Gäste können an diesem Wochenende mit dabei sein, wenn der Ofen Formen annimmt.
Seit Jahren bemühen sich Experimentalarchäologen, die Herstellungstechniken der keltischen Glasmacherkunst durch praktische Versuche zu rekonstruieren und so die Geheimnisse der alten Meister zu ergründen. Unter der Leitung von Gerhard Putzgruber ist es einer Arbeitsgruppe aus Elsarn im Straßertal in Niederösterreich nach 10 Jahren intensiver Arbeit erstmals in Europa gelungen, die Glasperlen und -armreifen der Kelten mit authentischer Technologie nachzubilden.
Archäologen der Universität Wien errichten zusammen mit der Arbeitsgruppe aus Elsarn ein idealisiertes Modell einer keltischen Glasmacherwerkstätte im Maßstab 1:1 im archäologischen Freigelände des MAMUZ Schloss Asparn/Zaya. Dabei werden vor allem Materialien und Werkzeuge eingesetzt, die bereits den Menschen der jüngeren Eisenzeit zur Zeit der Kelten zur Verfügung standen. Der neue Glasofen wird jetzt schrittweise erreichtet und nach der erforderlichen Trocknungszeit von einigen Wochen werden im Sommer 2017 das erste Mal Glasringe und –armreifen in Asparn/Zaya produziert.
Kräuterwissen Aktivwochenende am 29./30. April & 1. Mai, 10-17 Uhr
Vom 29. April bis 1. Mai gibt es im Rahmen des Aktivwochenendes „Kräuterwissen“ täglich von 10-17 Uhr im Freigelände im MAMUZ Schloss Asparn/Zaya bei Sonderführungen die Kraft der Pflanzen zu entdecken. Beim Kräuterfachmann Martin Ruzicka finden Kräuterfreunde vor Ort außerdem ausgefallene und altbekannte Pflanzen zum Mitnehmen.
Die Wirkung von Pflanzen wird oft unterschätzt. Was zumeist als Unkraut gilt, kann sogar sehr nützlich sein. Die Brennnessel hilft beispielsweise beim Entgiften des Körpers, sie stärkt ihn mit Vitaminen und Eisen. Die Minze ist gut für den Magen, wirkt krampflösend und hilft gegen Entzündungen. Die Blüten des Hollers unterstützen das Immunsystem bei Verkühlungen und die Ringelblume hilft bei der Wundheilung. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Die Kräuterexpertin Anni Sailer führt beim Aktivwochenende „Kräuterwissen“ um 12, 14, und 16 Uhr durch das archäologische Freigelände und zeigt die unscheinbaren Pflanzen auf, die so oft unterschätzt werden. Dabei geht es auch quer durch die Garten- und Ackerflächen im archäologischen Freigelände, auf denen jene Pflanzen wachsen, die nachweislich schon in der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit Verwendung fanden. Anschließend werden die Kräuter auch zusammen verarbeitet.
Neben der Kräuterführung im Freigelände werden an diesem Wochenende die Führungen im Schloss zu Spezialführungen. Der Schwerpunkt liegt in der Ernährung der Menschen über die Jahrtausende.
Übersicht Führungen:
Führungen durch die Ausstellung: 11, 13 und 15 Uhr (3 Euro pro Person)
Führungen im Freigelände: 12, 14, 16 Uhr (kostenfrei)
Alle Aktivwochenenden im Überblick:
Jedes erste Wochenende im Monat bietet das MAMUZ im Rahmen des Museumsbesuchs ein historisches Aktivprogramm kostenlos zum Mitmachen an. Jeweils 10 – 17 Uhr.
3./4. Juni – Bogenschießen
1./2. Juli – Speer werfen
5./6. August – Brot backen
2./3. September – Mittelalter
7./8. Oktober – Feuer machen wie in der Urgeschichte
4./5. November – Räuchern mit heimischen Kräutern
Aussenderin: MMag. Renate Heger, Marketing und Presse MAMUZ Schloss Asparn/Zaya, Schlossgasse 1, 2151 Asparn/Zaya, 02577/84180, geöffnet: Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr, das Kombi-Ticket gilt für das gesamte Urgeschichtemuseum MAMUZ – Schloss Asparn/Zaya, Museum Mistelbach – Sonderausstellung Stonehenge: www.mamuz.at