Im Frühling 2017 feiert „Mistelbacher. Das Polizeifilm-Festival“ seine Premiere: Vom 18. bis 21. Mai flimmern mehr als ein Dutzend ausgezeichneter Polizei-Filme über die Leinwände des kultigen „Kronen-Filmtheaters“ – von Klassikern des Genres wie „Sieben“ oder „Bad Lieutenant“ über neueste Thriller und Komödien bis hin zum gemeinsamen Live-Tatort-Schauen am Sonntagabend. Dass das 1. Österreichische Polizeifilm-Festival in Mistelbach über die Bühne geht, ist kein Zufall: Schließlich steht „Mistelbacher“ seit fast 100 Jahren als Synonym für die Wiener Polizei. Und genau dieser historische Ruf der Stadt wird nun mit einem Augenzwinkern zelebriert.
Am Festival-Wochenende lädt zudem ein exklusives Streetfood-Festival mit verschiedenen Trucks und Musik auf den nahen Hauptplatz. Eine Ausstellung dokumentiert, wie die Polizei zu ihrem Ruf „Mistelbacher“ gekommen ist. Es gibt spannende Diskussionen, Vorträge, ein Film-Frühstück und sogar ein spezielles Puppentheaterstück.
„Mistelbacher. Das Polizeifilmfestival“ zeigt im großen historischen Kinosaal so wie im kleinen Saal nebenan insgesamt 13 der besten Polizeifilme. Der Polizeifilm gilt als eigenes Filmgenre, zu dem Krimis, Thriller, Komödien und auch Dokumentarfilme zählen. Das Team rund um Festivalleiter Manfred Asperger stellt derzeit aus dem reichen Spektrum an internationalen, europäischen und heimischen Filmen ein einzigartiges Programmaus Klassikern und brandaktuellen Produktionen zusammen, welche die vielfältige Polizeiarbeit beleuchten.
Nach dem Eröffnungsfilm „Boston“(startet aktuell in den heimischen Kinos) am Donnerstagabend geht es so richtig los: Am Freitag-und Samstagabend werden insgesamt 10 spektakuläre Polizeifilme für jeden Geschmack präsentiert: Thriller, Komödie, Drama und Krimi. Wer vor oder nach dem Film-Genuss – oder auch zwischen den Streifen - Lust auf kulinarische Köstlichkeiten hat, der spaziert die paar Schritte vom Filmtheater zum Rathaus, wo erstmals das internationale Streetfood-Festival einlädt. Im eigenen Festival-Corner zeigt eine Ausstellung „Warum die Polizisten Mistelbacher genannt werden“.
Am Sonntagvormittag findet ein Film-Frühstückstatt, zu dem neben Frühstück im Kinosaal auch leichte, heitere Filmkost serviert wird. Am Nachmittag verbindet das köstliche Puppentheater „Wachtmeister Dimpfelmoser ermittelt: Der Fall Räuber Hotzenplotz“ die zwei kulturellen Identitäten Mistelbachs, das Puppentheater und das Polizeithema. Um 20.15 Uhr wird, bei freiem Eintritt, zum gemeinsamen gemütlichen „Tatort-Schauen“ geladen. Da flimmert live die neueste Folge aus dem norddeutschen Kiel, „Borowski und das Fest des Nordens“ über die Riesenleinwand des Filmtheaters. Nach einer Vorlage des Bestseller-Autors Henning Mankell verfolgt der beliebte Kommissar am größten Sommerfest Europas einen Serienmörder. So wird zum Abschluss des Festivals auch dem neuen Kultstatus des „Tatort“ gehuldigt.
Das Filmfestival, spielt ironisch mit dem Ruf „Mistelbacher“, wie die Wiener Polizisten über Jahrzehnte genannt wurden und immer noch genannt werden. Der historische Grund dafür wird in einer Ausstellung dokumentiert: Im so genannten „Villenviertel“ unterhalb des Mistelbacher Krankenhauses, das ursprünglich für Flüchtlinge aus Südtirol errichtet worden war, hat die Wiener Polizei zwischen 1919 und 1937 insgesamt 23 Häuser „besetzt“. Polizisten aus Wien und ihre Familien verbrachten hier ihre Erholung - und bekamen in Wien und Ostösterreich fortan den etwas abschätzig gemeinten Spitznamen „Mistelbacher“. Durch die Anwesenheit hunderter Polizisten in Mistelbach gingen in der Folge auch viele „echte“ Mistelbacher zur Wiener Polizei. So war ein Ruf geboren, der nun, 80 Jahre danach, zum 1. Österreichischen Polizeifilm-Festival geführt hat.
Kronen Kino Mistelbach, Oberhoferstr. 15, 2130 Mistelbach, www.polizeifilmfestival.at , Karten: Bürgerservice Stadtgemeinde Mistelbach, Hauptplatz 6, 02572/25 15-2130
Aussenderin: Mag.a Teresa Mattes, Stadtgemeinde Mistelbach Fachbereich Kultur, Tel 02572/25 15-5262, teresa.mattes@mistelbach.at , www.mistelbach.at