In glühend-warmen Farben erzählt diese Komödie aus Uruguay von offenen Rechnungen mit der Geschichte und ungeraden Bilanzierungen im Alter: Jacob Kaplan ist 70 Jahre alt, lebt in Montevideo und hat noch immer keine Heldentat vollbracht. Wenig unterscheidet ihn von seinen alten Freunden in der jüdischen Gemeinde, die einen sonnenverwöhnten, aber schrecklich gewöhnlichen Lebensabend verbringen. Doch in Jacob grummelt der Ärger darüber, dass er sein Leben einfach so verstreichen ließ, ohne dass die Welt durch ihn eine bessere wurde. Aber als in der Gemeinde das Gerücht kursiert, ein deutscher Nazi halte sich seit Jahren an der Küste Uruguays versteckt, klopft die Gelegenheit an …
„Señor Kaplan“ ist eine jener südamerikanischen Komödien, die einen genauen Blick auf die Gesellschaft und auf die zentralen Fragen des Lebens werfen. Es geht um Fragen der Identität und um die Flüchtigkeit des Lebens. Der Regisseur Alvaro Brechner verbindet hier auf wunderbar leichte Weise robusten Witz mit einer melancholischen Bestandsaufnahme seiner Heimat.
7. Juni, 20 Uhr, Ort: Schlossplatz 2, 2120 Wolklersdorf, Eintritt: 6,- Euro, 5,- für Mitglieder, Reservierungen unter: info@forumwolkersdorf.net oder über www.forumwolkersdorf.at
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