MARTINA REINHART ‚Der Mensch in all seinen Facetten‘
Zeichnungen, Malereien, Siebdrucke, Photogramme, Videoinstallationen
www.artreinhart.at , mr@artreinhart.at
www.festwochen-gmunden.at , office@festwochen-gmunden.at , Tel 07612/70 630
In der HIPP-Halle, Theresienthalstrasse 68, 4810 Gmunden
Vernissage: Sonntag, 6.8.2016, 11-14 Uhr
11.30 Uhr Laudatio: Prof. Dr. Ewald Nowotny
Dauer der Ausstellung: 6.8. – 18.8.2016
Öffnungszeiten: 6. 8.: geöffnet bis 18 Uhr; Do, 10.8.- So, 13.8.: 14-18 Uhr, Feiertag: Di, 15.8.:10-16 Uhr; Do, 17.8 + Fr, 18.8.: 14-18 Uhr
Und nach tel. Vereinbarung unter: 0660/788 79 54
In den Zyklen ‘Das Bild der Frau’, ’Das Bild des Mannes’, ‘Das Bild des Kindes’, ‘Chimaeren’ und ‘Traumwesen’ hat Martina Reinhart bereits die unterschiedlichen Rezeptionen, sowie den Umgang mit diesen Wirklichkeitskonstruktionen untersucht. Wie auch die Rolle des Menschen hinsichtlich seinem Bezug zur Natur. Eigentlich auch in Relation zum Anthropozän-Begriff (Paul Crutzen) als Denkfigur, welcher unsere Vorstellung von Natur und Kultur verändert. Und so auch vom Körper. Denn auch dieser lässt sich nun eigentlich nicht mehr unabhängig vom menschlichen Handeln betrachten.
So kann man den Menschen selbst als geologischen Faktor sehen, der einerseits die Erde in ihrer Substanz verändert, aber auch zur Schöpfungsfigur seiner selbst wird. Er schreibt sich nun in seine eigene Geschichte ein: Sein Körper als Konstrukt, dessen Veränderung stets phantasmatischen Nachschub benötigt. Im Posthumanismus erschafft der Mensch einerseits Lebewesen mit erweiterten Fähigkeiten, andererseits verbindet er menschliche und künstliche Intelligenz. Im Transhumanismus will er die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten durch Einsatz technologischer Verfahren vergrößern. In der unvollendeten, evolutionären Transformation des Menschen entstehen auch Zwitterwesen: Mensch/Tier/Roboter. Laut Donna Haraway sind Cyborgs kybernetische Organismen, Hybride aus Maschine und Organismus, also Geschöpfe der gesellschaftlichen Wirklichkeit wie der Fiktion. (siehe bei Reinhart: Chimaeren, Traumwesen)
In ihrem letzten Zyklus ‘KÖRPER/MEDIEN/WISSEN’ greift Reinhart diese Gedanken auf und nimmt u.a. Bezug auf Marshall McLuhan, der die Medien als Ausweitungen des Körpers, des menschlichen Sinnesapparates sieht und daraus folgert, dass es letztlich um die Ausblendung und Überwindung des Körpers geht. Um auf diese Weise eine vollständige Kontrolle über das eigene Selbst und die eigene Materialität zu gewinnen. Die Künstlerin verbindet all die Ansätze, indem sie auch noch Wissen an sich bzw. die Ausformungen/Erweiterungen der, sich jetzt entwickelnden Wissensgesellschaft miteinfließen lässt.
In dieser Ausstellung ist ein Querschnitt von diesen Zyklen zu sehen, der die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Menschen und seiner Entwicklung zeigt und auch Denkanstöße geben soll, da neben den Arbeiten auch die Videoinstallationen (zu ‚Frau‘, ‚Mann‘ und ‚Kind‘, sowie ‚Wissen‘) mit Interviews von verschiedenen Personen zu sehen sind.
Aussender: Martina Reinhart, www.artreinhart.at , mr@artreinhart.at