Ein Filmzuckerl in Kooperation mit dem Verein spür.sinn
Termine: Mittwoch, 13. September 2017, 20.30 Uhr, mit Filmgespräch und
Donnerstag, 14. September 2017, 18.15 Uhr
Land: Österreich | Jahr: 2017 | Laufzeit: 85 Minuten
Regie: Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger, Nicole Scherg
ZUM FILM: Wo wir auch hinschauen: Wir sind in der Krise. Umweltverschmutzung, Armut, Politikverdrossenheit, Wirtschaftskrise, Millionen auf der Flucht. Die Probleme sind viele, komplex, überwältigend. Was bleibt, ist oft ein Gefühl von Ohnmacht und diffuse Zukunftsängste. „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ porträtiert sechs Menschen, die uns ermutigen, die Welt mitzugestalten. Sie bewegen, was ihnen wichtig ist und weil sie es gerne tun. Ohne die größeren Zusammenhänge aus dem Auge zu verlieren, fangen sie einfach da an, wo sie gerade sind.
„Ich bin genetisch völlig falsch programmiert: Ich bin nicht pessimistisch. Je größer die Probleme sind, umso mehr habe ich Optimismus“, sagt Walter Ötsch. Der Kulturhistoriker und Ökonom sieht die Krisen sehr klar und tut, was er besonders gut kann: unser derzeitiges Wirtschaftssystem durchleuchten und hinterfragen. Denn so kann es nicht weitergehen.
„Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer“, das spürt Andrea Roschek in ihrer Arbeit mit Armutsbetroffenen gerade ganz stark – und sie weiß selbst, wie sich das anfühlt. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag begann sie mit ihrer „Pannonischen Tafel“, Essen, das in Supermärkten sonst weggeworfen wird, einzusammeln und zu verteilen.
Judith Schachinger will am liebsten die Lebensmittelversorgung insgesamt verändern und baut gemeinsam mit Kleinbauern an einem neuen Modell der Nahversorgung: „Jeder Euro, den wir ausgeben, stützt ein System.“ Damit werden regionale Wirtschaftskreisläufe gefördert, was wieder gut für die Umwelt ist.
Darauf zielt auch die Architektin Anna Heringer ab, wenn sie von Vorarlberg bis Bangladesh mit lokalen Handwerkern und Lehm direkt aus der Baugrube beeindruckende Gebäude baut. „Ich will kompostierbare Architektur schaffen“, sagt sie. Wenn ein Haus irgendwann nicht mehr gebraucht wird, dann wird es wieder zu Erde, ohne die Nachwelt mit Müll zu belasten.
Einfach weniger brauchen zu müssen ist ein weiterer Ansatz: Als freudiger Minimalist, passionierter Heimhelfer, Weitstrecken-Radfahrer und Schriftsteller gibt Andreas Renoldner einen Einblick in seine Lebensphilosophie. „Ich mache einfach was, das nach der aktuellen ökonomischen Logik unlogisch ist, und das bereitet mir ein gewisses Vergnügen.“
Auch Rita Trattnigg lasst sich die Laune nicht verderben und setzt sich gegen Politikverdrossenheit ein. Im BürgerInnen-Rat erarbeitet sie jenseits von parteipolitischen Widersprüchen mit zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern konkrete Lösungen für eine lebendige Demokratie. „Die Weisheit der Vielen ist aktuell gefragt.“
Wir leben in einer Zeit, wo nicht mehr eine Person alleine „die“ Antwort hat. Das spiegelt sich auch in der Herangehensweise an diesen Film wider, für den mehrere Regisseurinnen und Regisseure losgezogen sind, um mit Menschen zu sprechen, die Mut machen. Die sechs dabei entstandenen Porträts kreisen um die zentralen Fragen: Wie wollen wir leben? Wie geht das gemeinsam? Was kann ich zu all dem beitragen? Es gibt keine Gesetze für den Lauf der Geschichte. Wir alle haben die Möglichkeit, etwas zu verändern. Und es lohnt sich, denn: Die Zukunft ist besser als ihr Ruf
Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ am Mittwoch, 13. September 2017, um 20.30 und am Donnerstag, 14. September 2017, um 18.15 in Kooperation mit dem Verein „spür.sinn – Abenteuer Lernen & Naturverbindung“ in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs. Nach der Filmvorführung am Mittwoch wird Regisseurin Teresa Distelberger für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.
Veranstaltungsort: Filmbühne Waidhofen/Ybbs, Kapuzinergasse 7, 3340 Waidhofen/Ybbs
Kartenpreise: 8,50 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt, 6 Euro für Filmzuckerl-Mitglieder und „Waldläufer“-Eltern
Kartenreservierung: 0680/110 76 22
Aussender: Verein Filmzuckerl, www.filmzuckerl.at , www.facebook.com/Filmzuckerl