Ausstellungsdauer: 24. September - 5. November 2017
Öffnungszeiten: Mi - So 13 - 18 Uhr
War Fotografie früher das Beweismittel für das So-Sein von Motiven und Gegenständen, hat sie sich im Zeitalter von Massenmedien und digitaler Bilderflut ihrer eigenen Referentialität besonnen: Was ist das, was man sieht? In den Arbeiten von Eva-Maria Raab wird diese Frage nach der Wirklichkeit des Bildes und der Medialität von Gegenständen auf die Spitze getrieben:
Mit ihrer Serie Sun Selfies reflektiert Eva-Maria Raab über unser Bild von der Natur und gleichsam über die unendliche Bilderflut, die wir täglich von uns selbst über die sozialen Medien verbreiten: Die Künstlerin hat die Sonne „von ihrer schönsten Seite“ abgelichtet und dann die Bilder mithilfe des ultravioletten Lichts der Sonnenstrahlen sich selbst entwickeln lassen.
In Space Invasions überrascht uns Eva-Maria Raab mit der Tatsache, dass es in Wirklichkeit zwei Horizonte gibt: den - bekannten - der Landschaft und - darüber - den der Wolkendecke. Zwei Welten, die übereinander gestapelt ein paralleles Dasein führen und, gemeinsam auf eine Fotographie gebannt, deutlich machen, das wir vor allem von uns Nicht-Sichtbarem umgeben sind.
Aktuell beschäftigt sich Eva-Maria Raab mit dem fotografischen analysieren von Meereswellen. Die Unmöglichkeit des Festhaltens dieser Phänomene bringt hier das zentrale Thema der Künstlerin noch einmal auf den Punkt: welche Bedeutung haben Zeit und Raum in unserer digitalisierten Welt. Welche visuellen Stereotype haben sich bereits in unseren Alltag eingeschlichen und wie kann unser gewohnter Blickwinkel doch noch durchbrochen werden.
Aussender: Galerien Thayaland, presse@galerien-thayaland.at , Karlsteiner Str. 4, 3812 Groß-Siegharts