Das Forum Frohner feierte am Samstag, 14. Oktober 2017, sein zehnjähriges Bestehen mit einem Fest und der Eröffnung der neuen Ausstellung „Fokus Frohner. Die Sammlung Gabriel“, die noch bis 8. April 2018 zu sehen ist. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kunst, Kultur und Medien folgten der Einladung, darunter auch viele Weggefährten des Künstlers Adolf Frohner (1934 – 2007), dem das Forum Frohner gewidmet ist.
Das Forum Frohner wurde 2007 als Ausstellungsplattform im historischen Minoritenkloster in Krems-Stein eröffnet. Adolf Frohner erlebte zwar noch die Planung, durch seinen plötzlichen Tod aber nicht mehr die Eröffnung „seines“ Forums mit. Beim Jubiläumsfest trafen sich Personen der ersten Stunde wieder: Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll, Joachim Rössl, Präsident der Adolf Frohner gemeinnützigen Privatstiftung, und der Gründungsdirektor Dieter Ronte waren maßgeblich an der Gründung beteiligt. Von der Familie Frohner wohnten die Söhne Stefan und Alexander Frohner der Feier bei. Gratulationen gab es unter anderem von Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich, in Stellvertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Das Forum Frohner ist fester Teil der Kunstmeile Krems, ein Ort der Auseinandersetzung für künstlerisches Schaffen. Das Forum Frohner ist auch eine Institution geworden, die für die Landesidentität, für das Landesbewusstsein – gerade in kultureller Hinsicht – ganz Wesentliches beigetragen hat.“
Zum Jubiläum blickte man nicht nur auf zehn erfolgreiche Jahre zurück, sondern präsentierte auch eine neue Ausstellung, die den Fokus auf Adolf Frohner richtet. Erstmals wird die Sammlung Gabriel in der Öffentlichkeit gezeigt – eine Privatsammlung des Wiener Sammlerpaars Harald und Mechtilde Gabriel, die beide bei der Eröffnung anwesend waren. Seine Sammlungstätigkeit konzentrierte sich primär auf Werke Frohners, darunter Schlüsselwerke aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Elisabeth Voggeneder, künstlerische Direktorin des Forum Frohners und Kuratorin der Ausstellung, entdeckte die Sammlung im Zuge der Recherche zum neu erschienen Werkverzeichnis zur Malerei Frohners, das ebenfalls am Samstag vorgestellt wurde. Für Voggeneder ist das Besondere der Ausstellung, „dass wir Adolf Frohner auf dem Weg zu seiner eigenen Bildsprache und Thematik begleiten können: ausgehend von seinen aktionistischen Anfängen hin zur neuen Interpretation der Figur.“
Ganz im Sinne des Künstlers und Genussmenschen Adolf Frohner war das 10-Jahre-Jubiläum des Forum Frohner nicht nur ein Fest der Kunst, sondern auch der Kulinarik. Neben einer Lesung von Autor und Kabarettist Werner Schneyder, langjähriger Freund des Künstlers, konnten Besucher/innen die eigens von der Café-Konditiorei Hagmann in Krems angefertigte „Frohner-Praline“ kosten.
Aussender: Starkl Angelika, Angelika.Starkl@kunstmeile.at