“green line. evocative of an archeology of desperation and desire“ von Cornelia Mittendorfer
Englisch | Deutsch, softcover, 21 x 24 cm, 192 Seiten, 105 SW-Fotografien
Hg. Rolf Sachsse, Verlag für moderne Kunst
Und Finissage der Ausstellung … nothing left to lose …
Veronika Burger, Cornelia Mittendorfer, zweintopf
Sonntag, 21. Jänner 2018, um 17 Uhr
Cornelia Mittendorfer und Cornelia Offergeld, Kunsthistorikerin, im Gespräch
CORNELIA MITTENDORFER verwendet die Fotografie, um Fragen zu Wahrnehmung und Abbildbarkeit traumatischer Ereignisse zu stellen. Am Beispiel von Zypern untersucht green line die Komplexität eines der gewaltsamen Konflikte der Gegenwart, die noch immer ungelöst sind. Der Fokus liegt auf der Veränderung von Räumen, auch ihrer Umnutzung und Säkularisierung durch die nunmehr gut 40-jährige Okkupation des Nordens. Den Fotografien sind Portraits von Menschen an die Seite gestellt, die ihre Geschichte der Künstlerin anvertraut haben. Die Arbeit kreist nicht nur um zerstörerische Kraft, sondern auch um das sich der Zerstörung Widersetzende. Gemeinsam mit der essayistischen Textebene entsteht ein fragmentierter Resonanzraum der Erinnerung mit Bruchlinien und Widersprüchen. ROLF SACHSSE entwickelt entlang des roten Fadens der Doppelung im Werk von Mittendorfer seine Lesart der Bild- und Textebenen. YIANNIS PAPADAKIS verortet den Konflikt in dessen geo-politischem Rahmen.
Fotografien aus diesem Buch wurden auch schon im Monat der Fotografie im Photoatelier Setzer-Tschiedl, Wien und im Center for Visual Arts and Research in Nikosia, Zypern gezeigt.
CORNELIA OFFERGELD geboren in Belgien, lebt in Wien. Studium der Kunstgeschichte in Aachen/D und Wien, seit 1992 als Ausstellungskuratorin tätig.
Aus: Öffentliche Kunst, Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich 6 (2002)
Aussender: Galerie Kunstverein Baden, Beethovengasse 7, 2500 Baden, Tel 0650/47 100 11, info@kunstvereinbaden.at , www.kunstvereinbaden.at . Öffnungszeiten: Sa 10.00 bis 12.00, 14.30 bis 18.00 Uhr, So 14.30 bis 18.00 Uhr