Günter Wolfsberger bedient sich differenter Möglichkeiten in Form und Material. Über allem spannt sich das Thema „Bewegung“. Real bei den kinetischen Lichtobjekten, virtuell bei den variablen Reliefs. Im dreidimensionalen Bereich sind die Objekte spielerisch zu handhaben, Berühren ist Aufforderung.
Die amerikanischen Minimalisten und ihre Erben eröffneten mit dem Begriff „expanded-field“ und ihrem Denken in Raumbezügen zwischen Material und Prozess neue Spannungsfelder in der modernen Skulptur. Das Eingreifen in den Raum erzeugt Kraftzonen. Diese werden vom Dialog zwischen Architektur und Landschaft als Ausprägung der Opposition von Kultur und Natur, Gebautem und Ungebautem, bestimmt.
Dieses „expanded-field“ wird in allen Arbeiten von Günter Wolfsberger mitgedacht, seien es die großen Brunnenprojekte im öffentlichen Raum, die Serien seiner zeichenhaften Stelen aus Beton und Metall, die kleinen Bodenskulpturen, die Lichtkästen oder seine flexiblen Bildobjekte. Er bezieht in seine künstlerischen Projekte aber auch den Rezipienten mit ein. Er fordert ihn auf, in Interaktion zu treten, einzugreifen, zu verändern. Dies kann indirekt durch die Bewegung des Betrachters selbst geschehen, indem der veränderte Blickwinkel eine scheinbare Veränderung im Kunstwerk evoziert, wie etwa bei den Lichtobjekten.
Dr. Christiane Krejs, Leiterin des Kunstraum NÖ und der Artothek Krems
Ausstellungsdauer: bis 25. Februar, Do / Fr 15 – 18 Uhr, Sa / So 10 – 12 Uhr
Aussender / Infos: Galerie grenzART, 2020 Hollabrunn, Sparkassegasse 1, office@grenzart.org , www.grenzart.org , Öffnungszeiten: Do, Fr 15 bis 18 Uhr, Sa, So 10 bis 12 Uhr