Fotos, Video, Skulpturen von Stefania Zorzi
WANN: Freitag, den 23. Februar 2018, 19 Uhr
WO: Galerie lichtraum 1 by Siblik, Heinrichsgasse 2, 1010 Wien
Begrüßung: Dir. Dott. Fabrizio Iurlano, Direttore di Instituto Culturale Italiano Vienna (angefragt)
Kurator: Mag. Norbert Mayerhofer
Buffet, Freier Eintritt
Die Ausstellung findet vom 23. Februar - 16. März 2018 statt.
zur Ausstellung:
Erstmals in Wien zeigt vom 23. Februar - 16. März 2018 die Galerie lichtraum 1 (Heinrichsgasse 2, 1010 Wien) einen Gesamtüberblick über die bisherige Arbeit der bekannten italienisch-österreichischen Fotokünstlerin.
Auf mattem Papier gedruckte Digitalfotografien, Porträts in "Boxes", eine Holzskulptur ("Haben Sie keinen Sessel für mich?") und eine Videoinstallation ("Scars - Narben"): Das Werk der italienisch-österreichischen Künstlerin untersucht nur scheinbar formal den weiblichen Körper. Doch ihre - meist mit Selbstauslöser gemachten - Fotografien sind Beispiele für die Abhängigkeit von umgebenden Einflüssen - real, sozial oder imaginär. Tatsächlich erzählt Zorzis Werk von der Komplexität der weiblichen Seele.
In ihren Fotos ist der Körper vollständig unter der Kontrolle der Künstlerin. Er ist der unmittelbarste und natürliche Raum, der die Seele umgibt und deren mögliche Zustände und Befindlichkeiten interpretiert. Was vielleicht auf den ersten Blick als Entblößung gesehen werden könnte, ist in Wahrheit voll von Metaphern über Gefühle und deren Beeinflussung durch ein imaginäres oder reales Umfeld, durch Räume, durch soziale Beziehungen und Bindungen. Der Körper als Seelen-Landschaft.
Der Körper war und ist in der Kunst immer ein wesentlicher Begriff und tatsächlich gibt es keine Kunst ohne Körper. Es gibt so viele Körper wie Künstler und Zuschauer. Die körperliche Begegnung ist notwendig und verpflichtend, sei es zwischen Künstler und Werk oder zwischen Betrachter und Werk.
Stefania Zorzi betrachtet den Körper in seiner Zerbrechlichkeit und als Spiegelbild der Seele, als umgebenden Raum, der einengen, aber auch Schutz bieten kann.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunstmodellen, in denen Künstler nach Möglichkeiten suchen, die Darstellung des Körpers in seiner Wirkung nach außen zu perfektionieren, ist der Körper bei Stefania Zorzi ein kraftvolles Ausdrucksmittel der gelebten Erfahrung.
So ist die Präsentation des Körpers in Zorzis Kunst multipel, bezogen auf die Wahrnehmung von sich selbst und anderen. Was sie so spannend und eigenständig macht, sind die apperzeptiven Verweise auf soziale und psychologische Prozesse.
Diese - moderne - Darstellung des Körpers gewinnt dadurch an Komplexität und Tiefe. Sie erzählt von menschlicher Verletzlichkeit, aber auch stets von der Suche nach Glück. Der Betrachter fühlt sich in seinem eigenen Befinden ertappt und unmittelbar in die Szene miteinbezogen.
Ein Umstand, den ihre Sammler in Europa schätzen und der zahlreiche Museen dazu bewogen hat, Zorzis Arbeiten als zeitgemäß und wichtig einzustufen und sie für ihre Sammlungen einzugliedern.
Zur Künstlerin:
Stefania Zorzi geboren 1985 in Gavardo (BS). 2010 promovierte sie in Visual Arts an der LABA (Libera Academia di Belle Arti) in Brescia. 2012 erste Einzelausstellung in der Galerie MIMESIS, gefolgt von vielen anderen. Neben einer großen Zahl von Personal- und Gruppenausstellungen in Italien sind ihre Arbeiten auch in Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Serbien, Slowenien, Ungarn und Spanien zu sehen. Heute kaufen und sammeln Museen ihre Arbeiten, wie die COLLEZIONE ARTE CONTEMPORANEA im Palazzo Bertazzoli, Bagnolo Mella, Brescia, gefolgt 2016 vom MUSEO RONCO di Gussago und dem ARCHIVIO NAZIONALE DELL'AUTORITRATTO, MUSNIF in Senigallia.
Zahlreiche Veröffentlichungen in Kunstbüchern über Fotografie (z.B.: Giorgio Bonomi - Il corpo solitario. L'autoscatto nella fotografia contemporanea Vol. II – Rubbettino Editore.2017)
Sie lebt und arbeitet heute in Österreich (NÖ) und Italien (BS).
Aussender: NM-Pressedienst, Mag. Norbert Mayerhofer, Abt Karl-Straße 218, 2041 Wullersdorf (Weinviertel), Tel 0699/125 98 120, mayerhofer.art@gmail.com