Auf mattem Papier gedruckte Digitalfotografien, Porträts in "Boxes", eine Holzskulptur ("Haben Sie keinen Sessel für mich?") und eine Videoinstallation ("Scars - Narben"): Das Werk der italienisch-österreichischen Künstlerin untersucht nur scheinbar formal den weiblichen Körper. Doch ihre - meist mit Selbstauslöser gemachten - Fotografien sind Beispiele für die Abhängigkeit von umgebenden Einflüssen - real, sozial oder imaginär. Tatsächlich erzählt Zorzis Werk von der Komplexität der weiblichen Seele.
In ihren Fotos ist der Körper vollständig unter der Kontrolle der Künstlerin. Er ist der unmittelbarste und natürliche Raum, der die Seele umgibt und deren mögliche Zustände und Befindlichkeiten interpretiert. Was vielleicht auf den ersten Blick als Entblößung gesehen werden könnte, ist in Wahrheit voll von Metaphern über Gefühle und deren Beeinflussung durch ein imaginäres oder reales Umfeld, durch Räume, durch soziale Beziehungen und Bindungen. Der Körper als Seelen-Landschaft. Stefania Zorzi betrachtet den Körper in seiner Zerbrechlichkeit und als Spiegelbild der Seele, als umgebenden Raum, der einengen, aber auch Schutz bieten kann. Er ist ein kraftvolles Ausdrucksmittel der gelebten Erfahrung, das von menschlicher Verletzlichkeit erzählt, aber auch stets von der Suche nach Glück. Kuratiert von Sonia Siblik und. Mag. Norbert Mayerhofer.
Galerie lichtraum eins, Heinrichgasse 2, 1010 Wien
Ausstellungsdauer bis 16. März, Mo-Fr 10-12 u. 14-17 Uhr
Aussender/in: Stefania Zorzi und Norbert Mayerhofer, https://stefaniazorzi1.wixsite.com/stefaniazorzi