Ein Kulturhofprogramm im Gedenken an zwei aus unseren Reihen - zwei wesentliche, kritische Mitdenker und Impulsgeber: Andreas Steiner und Manfred Wohlfahrt sind leider nicht mehr unter uns.
Peter Michael Lingens im Gespräch
Ein wachsamer Beobachter der aktuellen politischen Situation in Österreich im Gespräch. Nicht nur Österreich, auch das „abgehängte“ Südeuropa oder die Hegemonie Deutschlands sind Themen - also Ökonomie und Politik pur!
Lingens Kolumne im „Falter“ ist seit 2017 Pflicht. Er war 1970 Gründungschefredakteur des „Profil“ und später Herausgeber. Dann folgten Jahre bei der Wirtschaftswoche, dem „Standard“ und wieder im „Profil“ als Kolumnist.
Mo, 19. 3., 19.30 Uhr, Rathaussaal, Amstetten
Philosophisches Café: Ist Gleichheit gerecht?
Versucht wird die Annäherung an einen für eine Philosophie des gerechten Staates unerlässlichen Gleichheitsbegriffs. Möglicherweise bedarf es dazu auch utopischer Denkfiguren. Impulsreferentin: Lisz Hirn
Di, 20. 3., 19.00 Uhr, Café Exel, Amstetten
Philosophisches Café: Ethik und Freiheit in den drei großen monotheistischen Traditionen
Eine Diskussion über die ethischen Prinzipien religiösen Denkens kommt nicht herum um die zentrale Forderung der Aufklärung nach Religionsfreiheit. Impulsreferentin: Kathrin Ruth Lauppert-Scholz
Di, 10. 4., 19.00 Uhr, Café Exel, Amstetten
Elfriede Hammerl: Alte Geschichten
Zwischen Melancholie, Aufbegehren und Wut: Hammerl sucht nach den verdrängten Ängsten, Nöten und Wünschen ihrer langsam in die Jahre kommenden Figuren. Wenn die Zeit, die noch bleibt, weniger wird, kommen Abgründe zum Vorschein. Hammerl schreibt Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Drehbücher und seit vielen Jahren eine Kolumne für „Profil“.
Do, 12. 4., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Philosophisches Café: Ausweg und Freiheit
Impulsreferent Franz Helm stellt die Thesen seines neuen Buches „Der politische Imperativ - Der Sinn der Achsenzeit“ zur Diskussion.
Di, 17. 4., 19.00 Uhr, Café Exel, Amstetten
Joseph Maria Sedlacek & Alexander Winkler: Untergangster des Abendlandes. Ideologie der rechtsextremen ‚Identitären‘
Sie bezeichnen sich als „Neue Rechte“, aber die ‚Identitären’ sind die modernisierte Form des Rechtsextremismus. Das Umfeld, in dem sie in Österreich entstanden sind und sich bewegen, sind deutschnationale Burschenschaften, die etablierte FPÖ und eine (ehemalige) Neonaziszene.
Sedlacek ist antifaschistischer Aktivist, hat Internationale Entwicklung an der Universität Wien studiert und arbeitet im Sozialbereich. Er beschäftigt sich seit ihrer „Geburtsstunde“ im Jahr 2012 mit den „Identitären“. Winkler ist Politikwissenschafter in Wien.
Do, 19. 4., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Judith Unterpertinger: Piano Sublimation
Die Künstlerin gibt Einblick in ihre Arbeit, beispielhaft an ihrem Projekt „Piano Sublimation“. Im Mittelpunkt ihrer kompositorischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis der Künste zueinander, etwa in der Verschränkung von Musik, Tanz, Performance und bildender Kunst. Als Instrumentalistin - unter dem Namen JUUN auftretend - spielt sie in Ensembles verschiedenster Ausprägung.
Do, 26. 4., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Erhard Busek & Emil Brix: Mitteleuropa revisited
1986 veröffentlichten Erhard Busek und Emil Brix das Buch „Projekt Mitteleuropa“, das eine verbindende, grenzüberschreitende Utopie in einer Welt der feindseligen Extremismen präsentierte. Gut dreißig Jahre später nehmen sie Mitteleuropa erneut in den Fokus: Die beiden profunden Polit-Kenner analysieren die Geopolitik Mitteleuropas, vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zum Erstarken des Rechtspopulismus. Das Fazit: Wir brauchen ein neues Nachdenken über Mitteleuropa, um zu sich und zur Vernunft zu kommen.
Erhard Busek, Wissenschaftsminister, Unterrichtsminister und Vizekanzler a.D., 2000 bis 2012 Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Präsident des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa.
Emil Brix, seit 1982 im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich. Stationen als Generalkonsul in Krakau, Direktor des Österreichischen Kulturinstituts in London und Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Außenministerium. 2010 bis Januar 2015 Botschafter in London, bis 2017 Botschafter in Moskau. Seit August 2017 Direktor der Diplomatischen Akademie Wien.
Mo, 30. 4., 19.30 Uhr, Rathaussaal, Amstetten
Bernhard Weidinger: Burschenschaften
Das burschenschaftliche Weltbild beschreibt Weidinger als durch deutsch-völkischen Nationalismus und ein spezifisches, quasi-soldatisches Männlichkeitsbild geprägt. Burschenschaften erscheinen in seiner Darstellung letztlich als anachronistisches Kuriosum und politisch hochrelevant zugleich. Wie gefährlich sind Burschenschaften für die Demokratie?
Der Politologe Bernhard Weidinger lehrt an der Universität Wien und arbeitet für das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.
Mo, 7. 5., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Ulrich Brand: Imperiale Lebensweise
Immer mehr Menschen - im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden - machen sich eine imperiale Lebensweise zu Eigen. Sie bedienen sich an den ökologischen und sozialen Ressourcen andernorts, um sich selbst einen hohen Lebensstandard zu sichern. Appelle an einen „grünen Konsum“ oder Strategien einer „grünen Ökonomie“ ändern daran nichts. Viel grundlegendere Veränderungen sind nötig.
Ulrich Brand ist Professor für Internationale Politik an der Universität Wien.
Fr, 11. 5., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Crackthefiresister: Zeit ist Geld. Geld ist Macht. Was macht die Kunst?
Crackthefiresister (alias Claudia Bettina Wadlegger) arbeitet als Sprachkünstlerin in Wien, zeigt visuelle Arbeiten, schreibt, liest und singt, aber sie unterhält sich auch gerne mit Metalbands über den Begriff „KünstlerIn“. Wie viele Menschen fragt sie sich manchmal, was sie mit ihrer Zeit eigentlich macht und ob das, was sie macht sinnvoll ist und wertvoll. Anhand einiger Werke und im Gespräch mit dem Publikum werden Überlegungen zu Zeit, Macht und Geld angestellt.
Mo, 14. 5., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Paul Chaim Eisenberg: Auf das Leben! Witz und Weisheit eines Oberrabbiners
Rabbinische Weisheit und talmudische Logik sind in unzähligen Erzählungen, Anekdoten und Mythen dokumentiert. In seinem Handbuch der jüdischen Weisheit versammelt Paul Chaim Eisenberg, ehemaliger Oberrabbiner von Wien, kurzweilige Miniaturen rabbinischer „Lebensberatung“, von A wie Arbeit bis Z wie Zweifel. Ein humorvoll-hintersinniges Handbuch – auch für Atheisten.
Paul Chaim Eisenberg war von 1983 bis 2016 Oberrabbiner von Wien.
Do, 17. 5., 19.30 Uhr, Café Zum Kuckuck im Kino
Aussender / Infos: Verein Kulturhof Amstetten, www.kulturhof.at