Anlässlich von 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich steht unser Ausstellungsjahr ganz im Zeichen von Frauen-Power.?In der Sonderausstellung stehen zwei Frauen im Fokus,? die historische und kulturelle Bedeutung erlangten und mit Orth in Verbindung stehen: Caroline Bonaparte – die jüngste Schwester von Napoleon Bonaparte flüchtete vor 200 Jahren ins Exil nach Orth. Anni Rosar – die Schauspielerin mit Orther Wurzeln feiert ihren 130. Geburtstag.?
Caroline Bonaparte (*1782; †1839) heiratete 1800 den General Joachim Murat. Ehrgeizig und machthungrig wie ihr Bruder, wurde sie 1806 Großherzogin von Cleve und Berg sowie 1808 Königin von Neapel. Sie verbündete sich mit Napoleons Feind, Clemens von Metternich und floh nach der Hinrichtung ihres Mannes nach Österreich, wo sie 1818 Schloss Orth erwarb und inkognito als “Gräfin von Lipona” lebte.
Annie Rosar (*1888; †1963) entstammt einer Orther Bauernfamile. Nach dem Schauspielstudium in Wien und Mailand spielte sie 1911 in München und 1917 in Hamburg. Es folgte 1918 ein Engagement am Wiener Burgtheater und 1925 am Theater in der Josefstadt. Von Max Reinhardt ermutigt, entwickelte sie sich zur beliebten Volksschauspielerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sie häufig in den Filmen mit Hans Moser. 1961 erhielt sie das Goldene Bambi für Verdienste um den deutschen Film. Zum 130. Geburtstag zeigen wir Originalobjekte aus ihrem Nachlass, Materialien aus dem Theatermuseum und Filmbeispiele.
13. Mai, 15 Uhr: Spezialführung, 17 Uhr: Gastspiel: Emilie Flöge von Maxi Blaha, Ausstellungsdauer: bis 1. November, Öffnungszeiten: www.museum-orth.at
Aussenderin: Mag. Hilde Fuchs, museumORTH, www.museum-orth.at , Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau