In der von 28. Juni bis 26. August 2018 laufenden Ausstellung präsentiert die Ausstellungsbrücke im Landhaus St. Pölten die Künstlerinnen Christine Maringer und Bettina Schülke. Im Titel „Text.il.Code“ wird die verwandte Herangehensweise der Künstlerinnen erkennbar. Beide beschäftigen sich in ihren hier gezeigten, vorwiegend textilen Arbeiten mit Text und Code. Sowohl Text als auch Code haben mit Rhythmus, Sprache, Information und der Vermittlung von Inhalten zu tun, welche die Künstlerinnen auf poetische Weise in ihren Arbeiten umsetzen. Zur Ausstellung spricht Alexandra Schantl, Kustodin der Landessammlungen Niederösterreich.
Christine Maringer, geboren in Wien, lebt und arbeitet in Oberfellabrunn im Weinviertel. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien Konservierung und Technologie mit dem Schwerpunkt Papierrestaurierung und betreute viele Jahre hindurch die Graphiksammlung im Wien Museum. Seit 2011 ist sie als freischaffende Objektkünstlerin tätig. Immer schon gilt ihr besonderes Interesse dem Papier und hier speziell dem aus den Fasern des Maulbeerbaums gewonnenen Japanpapier. Dazu kommt im Alltag Gefundenes, in der Natur Entdecktes, das verfremdet verarbeitet wird und zu einer ungewohnten Sicht auf Vertrautes einlädt. In jüngster Zeit entstehen Objekte mit textilem Gewebe, oftmals in Kombination mit Papier. Die Einbeziehung von Texten in ihre Arbeiten bedeutet für sie eine Auseinandersetzung mit philosophischen oder literarischen Texten auf einer anderen Ebene, eine Transformation. Die Lesbarkeit ist dabei unwichtig, es geht um den Akt des Schreibens selbst und das Konservieren des Inhalts, um Struktur, Rhythmus, Raum, Licht- und Schattenwirkung.
Bettina Schülke, geboren in St. Pölten, arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Sie studierte Tapisserie und Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und absolvierte 2017 ihr Doktorat im Bereich Künstlerischer Forschung an der University of Lapland, Faculty of Art and Design (FI). Schülke´s Dissertation TRANSACTION as INTERACTION: Art as an Extended Sense of Space, erschien als Publikation (University of Lapland Press) und untersucht, wie Raum im künstlerischen visuellen Ausdruck verstanden werden kann. Der zweite Fokus ihrer Forschung richtet sich auf die Verbindung von Textil, Raum und Technologie. Diese Themen bilden die Grundlage für Schülke´s neue künstlerische Arbeiten mit dem Titel Textile Code. Inhaltlich thematisiert sie die Zusammenhänge der Entwicklung von Computer, Binärcode und Textilarbeit. Es entstanden großformatige Textilwerke, Textildrucke, raumbezogene Installationen, Zeichnungen und Collagen. Die Vielzahl der verwendeten künstlerischen Medien und Techniken ist charakteristisch für Schülke´s konzeptionelle und prozessorientierte Arbeitsweise.
Vernissage: Mittwoch, 27. Juni 2018 um 18.30 Uhr
Begrüßung: Theresia Pumhösel, Leiterin der Ausstellungsbrücke
Einführung: Alexandra Schantl, Kustodin, Landessammlungen Niederösterreich
Eröffnung: Abgeordneter zum Nationalrat Fritz Ofenauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Winzer: Weingut Michaela Jöbstl, Langenlois
Im Anschluss laden wir zu Imbiss und Weinverkostung!
Ort: Ausstellungsbrücke, Regierungsviertel, Landhausplatz 1, Haus 1, 3. Stock, 3109 St. Pölten
Ausstellungsdauer: 28. Juni 2018 bis 26. August 2018
Künstlerkontakt: www.christinemaringer.at , www.bettinaschuelke.at
Ausstellungsbrücke, Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, Tel 02742/9005 15916, ausstellungsbruecke@noel.gv.at , www.ausstellungsbrücke.at
Aussender / Infos: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung / Abteilung Kunst und Kultur, Tel 02742/9005-15916 oder ausstellungsbruecke@noel.gv.at , Theresia Pumhösel