Ein spezieller Abend - Weinviertel trifft Berlin! Mit dabei, Lieder nach Gedichten & Texten des Weinviertler Dichters Theodor Kramer. Immer wieder neu. Immer wieder überraschend. Jedes Konzert ein Abenteuer. Wenzel ist ein Meister der Improvisation. Da tauchen wie aus dem Nichts unbekannte Lieder auf, Texte von Theodor Kramer, von Woody Guthrie, Neues aus den schier unerschöpflichen Schubladen dieses Poeten. Wenzel, mit allen Wassern der Bühnen gewaschen, mit allem Schweiß orgiastischer Konzerte, bleibt sich erstaunlich treu, in welchem Metier er auch gerade mal arbeitet. Getragen scheint er von einer unbezwingbaren Gier nach dem Leben, dem Glück und dem Lachen. Er verzaubert seine Hörer mit Gesten, Blicken und dem Klang seiner von Whiskey und Rauch, von Wehmut und Rausch gegerbten Stimme. Akkordeon, Gitarren und Klavier wechseln unter seinen Händen je nach Laune. Immer ist es der Augenblick, der gefeiert wird, diese unwiederbringlichen Momente eines Lebens, einer Liebe, eines Konzertes. Seine Zuhörer sind die Könige. Er ist der Narr. Er hält sich selbst den Spiegel vors Gesicht und die Zuschauer erkennen sich wieder. Vielleicht ist das Leben so ein wenig erträglicher. Manchmal macht dies die schöne Wahrheit und manchmal muss man eben schöner Lügen.
FRANZ R. KUNZ (Maler und Bildhauer aus dem Weinviertel) zeigt Arbeiten aus dem Theodor Kramer-Zyklus "Solange der Atem uns trägt". Für den Künstler Franz R. Kunz haben die Landschaftsbilder eine Doppelfunktion, einerseits sind es Zeichnungen, die wegen ihrer linearen Wirksamkeit geschaffen wurden, andererseits erscheinen sie als Spiel in der Grundstruktur zu den Kompositionen. Für jedes ausgeführte Bild in Farbe existiert eine Reihe von Möglichkeiten, in denen die Fülle der Strichbetonung überwiegt. Man könnte die bildnerische Arbeitsweise von Kunz mit der eines Regisseurs vergleichen, der seine „Akteure“ dort einsetzt, wo sie im Bildraum am richtigsten erscheinen.
Franz R. Kunz ist ein Maler, der sich in seinen Bildern engagiert. Engagiert für das Umfeld seiner Heimat, aber im gleichen Maß der künstlerischen Tradition und den Werten verbunden bleibt. Diese landschaftliche Neuordnung ist für ihn weniger ein ästhetisches Mittel, als vielmehr der persönliche Lösungsversuch einer bestehenden Eigenheit. Durch die Umformung und Vermischung der Elemente - Felder, Stadel, Weinkeller, wird der Betrachter immer wieder gefordert; die gesamten Darstellungen sind Auflehnung, aber gleichzeitig auch Rechtfertigung, gegen die Zeit der Veränderungen im Hügelland und es entsteht so „Seine Welt“.
Ort: Altes Depot, 2130 Mistelbach, Oserstr. 9, www.altesdepot.at . Eine Veranstaltung von Erste Geige Verein zur Förderung von Kunst und Kultur im Weinviertel.
Aussender: Erste Geige, www.erste-geige.at , www.buehnenwirtshaeuser.at