DAMEN, DIRNEN, KAISERINNEN
OFFIZIELLE ERÖFFNUNG mit Erfrischungen und Musik mit dem Werkelmann am Do, 23.8.2018 um 19 Uhr durch Bürgermeister Ing. Robert Dienst, Ausstellungskuratorin Dr. Margaretha Mazura aus Brüssel und Obmann GR Helfried Steinbrugger. Camilla Habsburg-Lothringen ist für die Festrede angefragt. Es ist uns eine Ehre, Abordnungen der C.oe.a.St.V. Elisabethina und Traditionsverbände begrüßen zu dürfen. WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH!
Ausstellungsort: Kulturtreffpunkt laxenburg, Schlossplatz 17, (beim Parkhaupteingang), 2361 Laxenburg
Termine: Öffnungszeiten der Ausstellung: 18.8.2018- 7.10.2018 jeweils Samstag, Sonntag, Feiertag von 12 bis 18 Uhr
Finissage in der ORF “Lange Nacht der Museen” am 6.10.2018 ab 18 Uhr
Musik mit dem Werkelmann, Vorführungen “Fächer klöppeln”, Getränke & Imbisse, kostenloser Shuttlebus zu anderen Teilnehmern der LNdM in Laxenburg
Die Ausstellung zeigt Fächer aus 4 Jahrhunderten. Sie erklärt die Bedeutung dieses Akzessoires für die Frau und stellt den Fächer mit Modebildern und Fotographien in den historischen Kontext.
Die Exponate stammen zum Grossteil aus der Sammlung der Ausstellungskuratorin, Dr. Margaretha Mazura, sowie anderen Privatsammlungen. Viele Fächer werden hier zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Gezeigt warden auch Ausstellungsstücke, die das Leben von Kaiserin Elisabeth "Sisi" (auch in Laxenburg) darstellen bzw. aus dem persönlichen Besitz der Kaiserin stammen.
Geschichte:
Seit ab Ende des 16. Jahrhunderts der Faltfächer aus Süd-Ost-Asien nach Europa kam, trat er seinen Siegeszug in den Händen europäischer Damen an. In den Ursprungsländern traditionsreiches Objekt für Männer, Frauen und Kinder, wurde er in Europa zum unentbehrlichen Begleiter der Damengarderobe. Zunächst wegen seiner Rarität nur Herrschern vorbehalten (Elizabeth I. von England ist auf dem sog. Ditchley-Portrait 1592 mit einem frühen Faltfächer abgebildet), wurde er im 18. Jahrhundert in einfacheren Ausführungen auch für bürgerliche Kreise erschwinglich. Der Fächer zeigt in seiner Form, den Abbildungen und Material den Zeitgeist der Epoche wie kaum ein anderes Objekt: er war künstlerisch gefertigt, aber doch für den täglichen Gebrauch bestimmt. Oft eine Liebesgabe, zeigt das Fächerblatt mythologische, biblische oder pastorale Szenen, die auf seine Trägerin schliessen lassen und geheime Botschaften übermitteln konnten. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Fächerblätter zu besonderen Anlässen wie Krönungen, Herrscherhochzeiten oder Ereignisse wie Ballonaufstiege gedruckt und fanden so als billige Nachrichtenträger Verbreitung. Das letzte Aufflackern des Fächers in den 1920er Jahren nahm diese Tradition in Form von Werbefächern wieder auf. In den letzten Jahren bemerkt man dank des Global Warming ein Comeback des Fächers, der ein umweltfreundlicher Ersatz der Klimaanlage ist.
Ausstellungskuratorin:
Dr. Margaretha Mazura ist Konsulentin für EU Politik im Bereich digitale Wirtschaft. Eines ihrer Hauptaufgabengebiete ist die Beratung von Unternehmen betreffend EU-Förderprogramme. Sie lebt und arbeitet in Brüssel und Wien. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Margaretha Mazura mit Fächern, die sie sammelt und recherchiert. Sie verfügt mittlerweile über eine in Fachkreisen anerkannte Sammlung historischer Fächer und publiziert darüber in internationalen Journalen. Zu den letzten Ausstellungen, die sie kuratierte und organisierte, gehörten: “Entfaltete Zeit 1900-1930 – der Weg zur Moderne auf Fächern” im Parlamentsgebäude der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in Eupen (2016), und “Femme 1900” anlässlich der Brussels Art Nouveau und Art Deco Woche (2017). Fächer Blog: http://eventailfan.blogspot.be/
Aussender / Rückfragehinweis: Kulturverein Alt-Laxenburg - Laxenburger Heimatarchiv, Obmann Helfried Steinbrugger, Schlossplatz 17, 2361 Laxenburg, altlaxenburg@aon.at , Tel / Fax 02236/73 192, Mobil 0699/109 05192, www.altlaxenburg.at , Bürostunden jeden Di. ab 19.30 Uhr, ZVR: 020389535