Stadtarchivar Dr. Thomas Buchner thematisiert in diesem Vortrag das Jahr 1938 in Amstetten und damit den „Anschluss“ und das Novemberpogrom auf lokaler Ebene. Im März 1938 übernahmen die Nationalsozialisten in Österreich die Macht, die deutsche Wehrmacht marschierte ein und das Land wurde Teil des Dritten Reichs. Im Rahmen dieses Vortrags werden die großen politischen Ereignisse mit der lokalen Amstettner Geschichte verknüpft. Es wird der Frage nachgegangen, wie stark der Nationalsozialismus bereits vor 1938 in der Amstettner Gesellschaft verankert war, welche Bedeutung die sogenannte Amstettner „Blutnacht“ vom 10. April 1938 hatte und wie unmittelbar nach dem Anschluss Repressions- und Verfolgungsmaßnahmen einsetzten, die einen ersten Höhepunkt im Novemberpogrom fanden.
Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“ des von der Stadtgemeinde im Veranstaltungsjahr 2018 ausgerufenen Programmschwerpunktes „Demokratie“. Diese eigens konzipierte Reihe von sechs Vorträgen, in denen renommierte WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, verknüpft die Gedenkanlässe mit Fragen nach der Entwicklung der österreichischen Demokratie.
Eintritt: Freiwillige Spenden
Aussender / Infos: Johann Anglberger, Stadtgemeinde Amstetten, Kulturabteilung, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten, Tel 07472/601-348, j.anglberger@amstetten.at