Termine:
Mittwoch, 19. September 2018, 20.30 Uhr
Donnerstag, 20. September 2018, 18.15 Uhr
Publikumsgespräch mit Regisseur Nikolaus Geyrhalter und Cutter Gernot Grassl am Mittwoch, 19. September
Land: Österreich | Jahr: 2018 | Laufzeit: 112 Minuten
Regie & Kamera: Nikolaus Geyrhalter | Regieassistenz & Recherche: Eva Hausberger | Ton: Eva Hausberger, Adrian Bidron, Nora Czamler | Schnitt: Emily Artmann, Gernot Grassl | Produktionsleitung: Daniela Patz, Catrin Freundlinger | Herstellungsleitung: Markus Glaser | Produzenten: Markus Glaser, Nikolaus Geyrhalter, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer
ZUM FILM: Im Frühjahr 2016 werden seitens der Politik Maßnahmen ergriffen, um Österreich vor einem neuerlichen Flüchtlingsansturm zu schützen. Ein Zaun ist auch am Brenner im Gespräch und Grenzkontrollen zwischen Nord- und Südtirol sollen erstmals seit knapp zwanzig Jahren wieder eingeführt werden. Seitens der Politik wird in Medienberichten Stimmung gemacht, sie gibt sich entschlossen. Die Exekutive vor Ort beschwichtigt. Und die Bewohner finden sich hin- und hergerissen. Viele fürchten die "bauliche Maßnahme“ ebenso wie die vermeintlich drohende Überfremdung der Heimat Tirol.
Zwei Jahre lang hat Nikolaus Geyrhalter in seinem neuen Dokumentarfilm die Region um den Brenner beobachtet. In „Die bauliche Maßnahme“ zeichnet der Regisseur ein Portrait der Grenzregion und ihrer Bewohner, während ein politischer Entschluss gefasst wird, der auf Befürchtungen und Angst basiert und der nicht nur auf die Region, sondern auf ganz Europa Auswirkungen haben wird. Geyrhalter fragt, was eine solche Maßnahme für die Bewohner bedeutet, wie sich diese Veränderung in den Ort und die Lebensgeschichten einschreibt und wie der Ruf nach Grenzen das Denken der Menschen verändert. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Politik, die von Ängsten und Ressentiments getrieben scheint, äußern sich die Protagonisten des Films großteils so nachdenklich wie differenziert und mit einem sehr präzisen Blick auf die Besonderheit der Brennergrenze - eigenwillige und mündige Bürger, die oberflächlichen Parolen nicht auf den Leim gehen.
Am Ende des Films liegt der Zaun immer noch zusammengerollt im Container, das neu errichtete Registrierzentrum ist nie in vollen Betrieb gegangen, und der befürchtete Flüchtlingsansturm.
ausgeblieben.
Bei der diesjährigen Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, in Graz wurde „Die bauliche Maßnahme“ als bester österreichischer Dokumentarfilm mit dem großen Diagonale-Preis prämiert.
Der Verein Filmzuckerl zeigt „Die bauliche Maßnahme“ am Mittwoch, 19. September 2018, um 20.30 Uhr und am Donnerstag, 20. September 2018, um 18.15 in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs. Nach der Vorstellung am Mittwoch, 19. September, werden Regisseur Nikolaus Geyrhalter und Cutter Gernot Grassl, ein gebürtiger Waidhofner, dem Publikum für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.
Veranstaltungsort: Filmbühne Waidhofen/Ybbs, Kapuzinergasse 7, 3340 Waidhofen/Ybbs
Kartenpreise: 8,50 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt, 6 Euro für Filmzuckerl-Mitglieder
Kartenreservierung: 0680/110 76 22
Aussender / Infos: Verein Filmzuckerl, www.filmzuckerl.at , www.facebook.com/Filmzuckerl