Vorträge rund um die Ausstellung „Baden Zentrum der Macht 1917-1918“
Im Kaiserhaus Baden läuft derzeit die Ausstellung „Baden Zentrum der Macht 1917-1918“ über die beiden letzten Kriegsjahre des Ersten Weltkrieges, die Friedensbemühungen Kaiser Karls und das Armeeoberkommando, das zu der Zeit in Baden stationiert war. Rund um die Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Spezialführungen.
Am 19. September berichtet der Jurist und Historiker DDr. Kurt Bednar unter dem Titel Der Papierkrieg zwischen Washington und Wien 1917-1918 über die Geschehnisse rund um den Krieg zwischen der einstigen Donaumonarchie und der heutigen Weltmacht USA. Offen ist bis heute, warum die USA im Dezember 1917 Österreich-Ungarn den Krieg erklärt haben. Die Auseinandersetzungen fanden nicht auf Schlachtfeldern statt, sondern waren diplomatischer Natur. Zumindest zwischen den amerikanischen Soldaten und jenen der Donaumonarchie gab es kaum Kämpfe. Die Anerkennung einer unabhängigen Tschechoslowakei brachte die Monarchie schließlich ins Wanken, den Rest besorgten die zum Teil undurchsichtigen Vorgänge auf der Pariser Friedenskonferenz 1919.
Mag. Eva Demmerle, ehemalige Büroleiterin und Pressesprecherin von Otto von Habsburg, zeichnet in Ihrem Vortrag Kaiser Karl – Friedenssuche in Baden? am 26. September ein neues Bild jenseits der Mythen und Antimythen, die sich um den letzten Kaiser Österreichs gebildet haben. Kaiser Karl ließ während seiner kurzen Regierungszeit nichts unversucht, den Ersten Weltkrieg zu beenden. Am Ende musste er Verrat, Verleumdung und den Untergang der Monarchie erleben. 1922 starb er entkräftet im Exil auf Madeira. Bereits zu seinen Lebzeiten war Kaiser Karl mit massiver Propaganda konfrontiert, die bis heute fortwirkt. Stimmt es, dass er schlecht ausgebildet war? Waren die Friedensversuche tatsächlich ungeschickt? Wie ist seine Seligsprechung zu beurteilen?
Die beiden Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr, die Ausstellung ist an diesen Tagen bis zum Beginn der Vorträge geöffnet.
Am 28. September um 15 Uhr steht die monatlich durchgeführte Spezialführung „Eine Stadt im Banne des Militärs“ mit Dr. Christine Triebnig-Löffler auf dem Programm, die sowohl durch die Ausstellung als auch zu bedeutenden Schauplätzen des Armeeoberkommandos führt.
Am Tag des Denkmals am 30. September findet eine Sonderführung unter dem Motto „Schätze teilen – Europäisches Kulturerbejahr“ statt.
Jeden Samstag und Sonntag finden um 16 Uhr Führungen durch die Ausstellung statt, zusätzlich können jederzeit individuelle Führungen ebenso wie ein spezielles Vermittlungsprogramm für Schulklassen ab der 5. Schulstufe gebucht werden.
Baden Zentrum der Macht 1917-1918
Kaiser Karl I. und das Armeeoberkommando in Baden
Ausstellungsdauer: 21. April bis 4. November 2018
Ort: Kaiserhaus Baden, Hauptplatz 17, 2500 Baden
Öffnungszeiten: Di – So & Feiertage 10 – 18 Uhr
www.kaiserhaus-baden.at
Aussender / Rückfragen: SKYunlimited, Mag. Sylvia Marz-Wagner MAS, Tel 0699/164 48 001, sylvia.marz-wagner@skyunlimited.at