Mittwoch, 7. November, 18.15 Uhr & Donnerstag, 8. November, 20.30 Uhr
Publikumsgespräch mit Regisseur Simon Wieland und Andreas Kuba (Buch & Interviews) am Donnerstag, 8. November
Land: Österreich | Jahr: 2018 | Laufzeit: 90 Minuten
Regie & Kamera: Simon Wieland | Buch: Simon Wieland, Andreas Kuba | Interviews: Andreas Kuba, Simon Wieland | Schnitt: Alexandra Schneider, Markus Wogrolly | Produktionsleitung: Michael Holzinger
ZUM FILM: Der Dokumentarfilm „Unser Kampf“ entwirft das Portra¨t einer Familie in Israel, deren Großeltern aus Wien und Polen vertrieben wurden, und die in Israel seit 73 Jahren ums U¨berleben ka¨mpft. Zu Wort kommen drei Generationen einer Familie, die in Summe neun Kriege erlebt hat – als Opfer und als Ta¨ter. Der Film zeigt die Schicksale und Lebenswelten der Familie Kurz/Guy und ihre Traumata, die von den erlebten neun Kriegen sowie anderen Bedrohung, mit denen sie zu kämpfen hatten, herrühren. Damit gibt „Unser Kampf“ einen neuen Einblick in die Gesellschaft des Landes Israel: seine Geschichte, Kriege und Konflikte. Die A¨ngste und Hoffnungen der israelischen Gesellschaft erhalten generationsu¨bergreifend im Mikrokosmos einer Familie plo¨tzlich ein Gesicht, werden lebendig, anschaulich und spu¨rbar. Oder, wie die 1930 in Wien-Leopoldstadt geborene Mira Fritzi Kurz, die mit neun Jahren mit ihrer Mutter aus O¨sterreich flu¨chten musste, es ausdru¨ckt: „Alle unsere Erinnerungen sind mit Kriegen verbunden. Wir ko¨nnen nicht fu¨nf Minuten sprechen, ohne irgendeinen Krieg zu erwa¨hnen. Unglaublich. Ein wunderbares, verfluchtes Land!“ Mit „Unser Kampf“ gelingt Regisseur Simon Wieland und Andreas Kuba (Buch & Interviews) eine Familiensaga als Spiegelbild der israelischen Gesellschaft.
Regisseur Simon Wieland sagt über seinen Film: „Israel, das 'gelobte Land', ist heute das wohl meist gehasste Land der Welt. Ein Land, das seit Jahrzehnten im Brennpunkt von Konflikten und divergierenden Meinungen steht. Doch so tief und breit die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in Deutschland und O¨sterreich in den vergangenen Jahrzehnten war, so oberfla¨chlich, von Unkenntnis und Vorurteilen gepra¨gt, ist heute das Wissen u¨ber den Staat Israel und seine BewohnerInnen, der letztlich nur aufgrund des Holocaust entstanden ist. Kaum jemand kennt die Geschichte und Lebenswelten jener Menschen und ihrer Nachkommen, die ja erst aufgrund der Vertreibung durch die Nationalsozialisten zu Israelis geworden sind.“
Der Verein Filmzuckerl zeigt „Unser Kampf“ am Mittwoch, 7. November 2018, um 18.15 Uhr und am Donnerstag, 8. November 2018, um 20.30 in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs. Nach der Vorstellung am Donnerstag, 8. November, werden Regisseur Simon Wieland und Andreas Kuba (Buch & Interviews) dem Publikum für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.
Veranstaltungsort: Filmbühne Waidhofen/Ybbs, Kapuzinergasse 7, 3340 Waidhofen/Ybbs
Kartenpreise: 8,50 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt, 6 Euro für Filmzuckerl-Mitglieder
Kartenvorverkauf: www.ntry.at
Kartenreservierung & Information: 0680/110 76 22
Aussender: Verein Filmzuckerl, www.filmzuckerl.at , www.facebook.com/Filmzuckerl