In den letzten Jahren hat der Zeitgenössische Zirkus auch in Österreich an Bedeutung gewonnen. Trotz der erweiterten Kulturförderung mangelt es aber an Raum für Entwicklung, Austausch und Präsentation.
Der Zeitgenössische Zirkus beleuchtet oftmals ungleiche Gesellschafts- und Geschlechterverhältnisse kritisch und künstlerisch. Er behandelt soziale, persönliche oder politische Aussagen und kommt ohne Tierdressur und ohne traditionelle Kostüme aus.
Im Zeitgenössischen Zirkus geht es um eine Suche nach Authentizität, mit Scheitern und Zerbrechlichkeit. Es gibt Einflüsse anderer Kunstsparten wie Tanz, Theater und Performance, aber auch skulpturale Elemente der Bildenden Kunst.
Dramaturgisch bewegt sich der Zeitgenössische Zirkus weg vom reinen Nummernprogramm hin zu abendfüllenden Stücken, die oft nur mit ein oder zwei artistischen Disziplinen arbeiten. Es werden Kommunikationswege gefunden, die jenseits von Sprachen, Landesgrenzen und Kulturkreisen funktionieren.
Urhof20 hat sich als Spielstätte für Künstler_innen des Zeitgenössischen Zirkus geöffnet, und auch Residence-Phasen werden zunehmend genützt.
KASKADE ist als neues Veranstaltungsformat Teil des Urhof20 Jahresprogramms. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher_innen!!
Samstag 10.11.2018, 14 Uhr: Kinderprogramm - Klopf Kopf Topf
von und mit Martha Laschkolnig
Clowneskes Theater mit Akrobatik, Musik und viel Publikumsinteraktion
für alle ab 4 Jahren
Eine Clownfrau, die viel kann, aber nicht muss, zaubert aus ihren Taschen und Koffern eine Zirkusgeschichte. Die Bühne wird zur Manege. Auf einer Vielzahl alter Töpfe spielt sie kleine Grotesken, passieren ganz unerwartet wilde akrobatische Nummern, trommelt und klopft sie die unterschiedlichsten Rhythmen, die sich mit dem Applaus des Publikums vermischen und sie zu immer weiteren wilden Verrenkungen anfeuern. Was immer ihr euch vorstellt, sie wird es zumindest versuchen …
19 Uhr Abendprogramm – KREATIVSPORT: Partnerakrobatik unter der Leitung von Verena Horsky; TED-Talks: Elena Kreusch – „Potentiale des zeitgenössischen Zirkus“, Sebastian Berger – „Mein Leben als Zirkuskünstler“; Rêve, moi!: (t)räume - a fluid style of handstands and dance acrobatics, Performer and Choreographer: Verena Schneider; Sebastian Berger Solo: "Dot & Line" macht sich frei nach den graphischen Lehrsätzen von Wassily Kandinsky auf die spielerische Suche nach dem dynamischen Punkt, der demnach, sollte er auf Wanderschaft gehen, zu einer Linie wird. Hierbei wird mit einer Fusion zweier Objektmanipulationstechniken gearbeitet, die Sebastian über die letzten Jahre entwickelt hat." Idee & Performance: Sebastian Berger, Produzent: Kulturverein Fenfire www.objektmanipulation.at; Marie hängt in der Luft: Eine akrobatische Suche nach der Verkörperung des Eigenen und eine archaische Reise ins Reich der Entwicklungsprozesse und Identitäten. Die Wiener Zirkusartistin Ruth Biller verbindet Tanz, (Fuß-)Jonglage und Luftakrobatik auf inspirierende Weise zu Bewegungstheater. Produktion: Verein MomomentoVon und mit: Ruth Biller; La Discussion: Eine Aufforderung nicht loszulassen und Mut zur Menschlichkeit! Interdisziplinäres Projekt zwischen Neuem Zirkus und Tanz. Choreographie und Performance: Lola Atger & Verena Schneider; OPEN DANCE.SPACE
Sonntag 11.11.2018, 10 – 16Uhr
SKILLSHARING ‚Deconstructed Handstand‘ - Handstand Movement Practice / Verena Schneider, Partnering Skills / Verena Schneider und Lola Atger , und weitere…
Veranstaltung kuratiert von: Bea von Schrader / Sabine Maringer / Sebastian Berger
Moderation: Martha Labil
KASKADE- TICKETS:
Kinderprogramm 14h - 5€, Abendprogramm - 20€, Sonntag Skillsharing - 6€,
Festivalpass komplett 21€ - onlineVVK: https://kaskade.ebtix.de
Aussender: Urhof20, Wr. Neustädterstraße 12, 2733 Grünbach am Schneeberg, www.urhof20.at , office@urhof20.at