Kathrin Delhougne, Sonja Bendel, Horst Stein
Es spricht: Frank Robert, Prager Fotoschule, Fotograf, Kurator
Eröffnung: Stadtrat Hans Hornyik
Ausstellungsdauer: 17. November 2018 – 20. Jänner 2019
AHOI
Steht das Wasser still, kippt es.
Fließt es, entstehen Wirbel und bald auch Assoziationsströme.
Am Wasser selbst lässt es kaum jemanden kalt. Der Blick wandert hinaus in die Ferne oder gedanklich den Strom entlang. Dort, in dieser Weite, an den Endpunkten der Betrachtung, finden wir überraschend uns; unsere Sehnsüchte, Wünsche, Vorstellungen und Ängste.
Wasser, ein Element, das nicht nur auf der Menüleiste der Stadtgemeinde Baden prominent erscheint, sondern beinah alles auf dieser Welt verbindet, belebt oder vernichtet, seine Stärke gleichermaßen aus seiner An- und Nichtanwesenheit bezieht, strömt auch durch die Arbeiten von Delhougne, Bendel und Stein.
Die für diese Ausstellung extra zusammengestellten Fotografiearbeiten, Malereien und Objekte sind aber nicht nur an aquatische oder nautische Phänomene gebunden, vielmehr suchen sie die Untiefen und Tiefen in der Welt da draußen und - nach einer Wende oder Halse - auch jene der Innenwelt ab. In diesem Ausloten stoßen sie auf Freiheiten und vermeintliche Autonomien, auf Ordnungssysteme und Absurdität, auf Sehnsüchte und unerfüllbare Hoffnungen.
Kathrin Delhougne zeigt mehrere groß- wie kleinformatige Fotoarbeiten und Fotoinstallationen, die an allen Ecken der Welt entstanden sind. Ihr Blick fällt auf Eingriffe des Menschen in die Natur und welches - künstliches, absurdes und humorvolles - Verhältnis sich daraus entwickeln kann.
Sonja Bendel zeigt mehrere Malereien. Der Strom des malerischen Prozesses selbst ist für sie neben Motiven, die aus dem Inneren kommen und sich zudem mit unterschiedlichen Ebenen von Ordnungen beschäftigen, zentral. Der Assoziationsfluss steht im Hauptfokus.
Horst Stein zeigt großformatige, gegenständliche Öl-Malereien und geschnitzte Flussmündungen. Ihn interessiert, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Was sich zeigt, wenn die „Decke“ vom Gewohnten und Eingeübten gewissermaßen weggezogen wird.
Zurück am Ufer, am Kai oder im Hafen hören wir beizeiten: AHOI !
Es ist ein Gruß, ein Abschied, aber auch eine Warnung an der Bordkante zum Ungewissen.
Aussender / Infos: GALERIE Kunstverein Baden, Beethovengasse 7, 2500 Baden, Tel 0650/47 100 11, info@kunstvereinbaden.at , www.kunstvereinbaden.at , Öffnungszeiten: Sa 10 bis 12, 14.30 bis 18 Uhr, So 14.30 bis 18 Uhr