„Roafen treiben & Kuchl ausreiben“ Kinderleben auf dem Land
Ein Film über das Kinderleben in den 50-er und 60-er Jahren.
Sahen Kinder dieser Generation ein Telefon nur als Drehscheibentelefon beim Greißler oder am Postamt, so kennen heute viele ein Telefon dieser Art nicht mehr. Hatte im Ort früher nur der Wirt ein Schwarzweiß-Fernsehgerät und Programme nur am Mittwoch und Sonntag, so besitzt heute fast jede Familie mehrere Farbfernsehgeräte. Material war wertvoll: alte Mäntel wurden gewendet und neu genäht, aus der Wolle aufgetrennter Pullover wurden neue gestrickt. Die Kinder stauten den Bach zu einer „Schwö“, um darin schwimmen zu lernen. Die Klassenzimmer und Schulutensilien sind mit den heutigen nicht mehr zu vergleichen. Urlaubsreisen gab es kaum.
Kinderleben auf dem Land hieß auch: Kinderarbeit. Arbeitszeit und Freizeit, Arbeitsplatz und Spielplatz waren nicht streng getrennt. Immer gab es genug Spielkameraden, Geschwister oder Nachbarskinder, mit denen man etwas unternehmen oder von denen man sich etwas abschauen konnte. Bei der Arbeit in Haus und Hof mitzuhelfen, war selbstverständlich. So lernte man früh, Verantwortung zu übernehmen und Gefahren einzuschätzen.
Kindheit auf dem Land wird es so nicht mehr geben.
Interessant für: alle, die sich noch an ihre Kindheit auf dem Land erinnern, darüber erzählen oder sich gerne davon erzählen lassen. Eltern, Großeltern, Enkelkinder, Kindergruppen (Jungschar, Feuerwehrjugend, Ministrantenstunde, Erstkommunions- und Firmungsunterricht, Pfadfinder usw.)
Alle Schultypen für Klassenarbeiten und Workshops, Vereine für bunte Nachmittage, Seniorenheime, Jugendhäuser
„Körndlbauern & Zegerltrager“ – Landwirt.schafft
In der heutigen Zeit werden sehr viele Feldarbeiten maschinell erledigt. Der Jugend sind manche Arbeiten und Gerätschaften, die noch in den Elternhäusern im Schuppen oder am Dachboden stehen, gänzlich unbekannt. Sie haben keine Ahnung, wie sehr sich die Eltern und Großeltern bis in die 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts plagen, welche Fähigkeiten sie besitzen mussten, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Wenn man – speziell Kindern – davon erzählt, können sie nicht glauben und sich nicht vorstellen, dass auch Kinder und alte Leute wertvolle Hilfe auf den Feldern leisten mussten.
Der von mir produzierte Film ist eine Gegenüberstellung der Arbeiten für Getreide und Wein einst und heute. Er ist keine Huldigung an die „gute alte Zeit“ mit Nostalgiecharakter, sondern eine objektive und lebendige Darstellung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
Die Film- und Schnittarbeiten wurden von Frau Mag. Andrea Müller durchgeführt, das Drehbuch schrieb Frau Prof. Dr. Helga Maria Wolf (Spartenleiterin beim ORF für Volkskunde und Religion), Drehorte im Bezirk Krems/Donau, Dauer: ca. 30 min.
Wie wenig Kinder von heute wissen, haben mir folgende „Geschichten“ vor Augen geführt:
Einem etwa 8-jährigen Mädchen habe ich erzählt, dass ich auf einem Bauernhof die Arbeitspferde filmen durfte. Dieses Kind „korrigierte“ mich: das heißt nicht Bauern-, sondern Reiterhof. Das Pferd trägt ja nur den Reiter, das ist doch keine Arbeit.
Man denke auch an die berühmte lila Kuh …
Förderung und Unterstützung: Land NÖ, NÖ Volkskultur, Hypo NÖ.
Am 4.10.2009 wurde der Film in der ORF Sendung „Schöner leben“ vorgestellt.
der Film des Monats im Landesmuseum NÖ im April 2010.
Fernsehen: am 16.6.2010 im Sender Bayern alpha .
Gekürzte Fassung ist Teil der NÖ Landesausstellung 2013 „Brot und Wein“
Interessant für: alle, die Interesse an Weinbau und Landwirtschaft haben, Großeltern für die Enkel, Kinder für die betagten Eltern, Weinbaubetriebe und deren Kunden, Pflicht- und Fachschulen, Erstkommunions- und Firmunterricht, Bauernbund, Weinbauverein, Seniorenheime, Bauernläden, Bäuerinnentagungen, Ab Hof Veranstaltungen, Bauernhof-Urlaub, Jugendhäuser, bunte Nachmittage, Nachspann von Sitzungen, Volkstanzgruppen usw.
Bei Interesse an einer Filmvorführung wenden Sie sich an: Anna Thaller, 3550 Langenlois, Loisium-Allee 7/2, Tel 0664/424 78 13, mail: thaller.anna@a1.net
Aussenderin: Anna Thaller, thaller.anna@a1.net