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Veranstaltungen und Festivals

?Rückschau-dern 2018? von & mit Alfred Aigelsreiter

Am 5. Dezember, 19.30 Uhr, Theater am Steg in Baden

Theater am Steg, Baden, Johannesgasse 14

36 Jahre schrieb Alfred Aigelsreiter die Texte der „Brennesseln“, alternierend dazu kam der Jahresrückblick, der heuer bereits zum zehntenmal stattfindet, unter dem Titel „Rückschau-dern“.

2018 dürfte ein besonders ergiebiges Jahr sein, vermutet der versierte Pointenschleuderer. Schon die ersten Wochen des Jahres sind geprägt von Liederbüchern. Es ist ja bedenklich wenn Kellernazis nicht wissen, was in ihren Kellern liegt. Dann geht’s um Kickls polizeilichen Ponyhof, Donnies Militärparadenwunsch, den Kriegsschauplätzen Amerikas, den Schulhöfen, bis zum bayerischen Alpen-Taliban Seehofer, der mit dem Schweigekanzler 2.0 und Salvini, dem Bonsai-Duce eine Achse der Willigen bildet. Dass Kritik an der Regierung besonders breiten Raum einnimmt, muss nicht sonderlich erwähnt werden.

Aigelsreiters Werkeinstellung ist die Ironie und der lässt er ungehemmt freien Lauf, wenn er über die üblichen üblen Verdächtigen herzieht. Was gesagt werden muss, muss gesagt werden, gemein, aber nicht unhöflich. Darum ist Alfred Aigelsreiter allen Volksvertretern in ehrlicher Abneigung zugetan und macht auch auf der Bühne kein Hehl daraus. Er steht keiner Partei nahe, aber jeder unterschiedlich fern. Die „Wiener Zeitung“ schrieb im Vorjahr: “Er ist respektlos, teilweise beleidigend, politisch inkorrekt, aber grundehrlich“. Egal. Die Sonne des Spätruhms wird ihn wohl auch nicht mehr erreichen.
Andererseits ist ein Jahresrückblick nicht dazu da, sich in den Parteien Freunde zu machen, von Lobhudeleien kann gar keine Rede sein. Darum werden all jene in Grund und Boden diffamiert und durchbeleidigt, die es auch verdienen. Es wird aufgeräumt mit dem Phrasenmüll dieser Gesinnungsepileptiker, Wahlversprechungsdefraudanten und Kompetenzkomparsen, sehr zum Gaudium des Publikums. Unmengen an Blödheiten werden aufgespießt, Zitate entblößt, Lügen enttarnt und Peinlichkeiten offenbart. Es geht nicht anders. Wie sagte schon Jean-Paul Sartre? „Es mag schönere Zeiten geben, aber diese ist unsere.“

Karten im Beethovenhaus Baden unter 02252/86 800-630 erhältlich.

Aussenderin: Cornelia Znoy, Kulturabteilung Baden, cornelia.znoy@baden.gv.at

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