SPLATTER IN DER HERRENGASSE
Grimm. Märchen. Splatter. Live. Hörspiel. Theater. Musik. Herrengasse. Vorweihnachtszeit. Cocktails. Gewalt. Brutalität.
glashaus bringt mal wieder ein ungewöhnliches Kulturprojekt an einen ungewöhnlichen Ort der Wiener Neustädter Innenstadt
In der Vorweihnachtszeit findet in der NEXT Bar zweimal ein außergewöhnlicher Märchen-Abend statt (garantiert nichts für Kinder!).
Beim Ghost Walk wurden die Besucher noch vor dieser „bösen Gasse“ gewarnt und jetzt führen „glashaus“ am 14. und 15. Dezember in der NEXT Bar „GRIMM live & ungeschönt“ als hörspielartigen Märchen-Splatter auf. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) und die Tickets zu je € 18,- sind ab sofort via Mail unter office@glashauskollektiv.com erhältlich.
Es war einmal… Eine Schauspielerin, ein Musiker, Gewalt und Brutalität.
„GRIMM live & ungeschönt" - Ein hörspielartiger Märchen-Splatter
Erst nach der publizierten Erstauflage von 1812 – die eine Welle der Empörung hervorrief – überarbeiteten Jacob und Wilhelm Grimm die weltbekannte Märchensammlung und gaben ihr den typisch märchenhaften, sprachlichen Stil, der bis heute die literarische Gattung „Märchen“ prägt.
Das Live-Hörspiel-Theater Grimm – live & ungeschönt zollt dem ursprünglichen „Originalwerk“ den Respekt den es verdient, denn eigentlich waren Grimm-Märchen DIE Splatter ihrer Zeit.
Ein vorweihnachtlicher Abend mit Märchen der Gebrüder Grimm wie ihr sie noch nie gehört oder gesehen habt. Die Splatter von damals, nur heute.
Ein Blick hinter die Kulissen!
Erstmal gewährte „glashaus“ vorab einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und lud die Unterstützer zum ersten Probentag von „GRIMM live & ungeschönt“ ein.
Birgit Klauser: „Ich denke wir haben die mutigsten Unterstützer überhaupt, denn unsere Projekte sind immer auch experimentell und innovativ und so weiß oft zu Projektbeginn niemand recht, was dann letztendlich auf der Bühne passieren wird. Deshalb wollten wir ihnen dieses Mal vorab einen kleinen Einblick in den künstlerischen Prozess geben.“
Vor allem begleiten die ausschließlich Wiener Neustädter Unternehmer die Kulturinitiative zum Teil schon seit der Gründung von „glashaus“. „Ich denke den meisten ist gar nicht bewusst, was es für Kulturschaffende wie uns bedeutet Unterstützer zu haben die an uns glauben und uns vertrauen. Deshalb finde ich es sehr schön, dass sie der Einladung gefolgt sind und uns beim ersten Probentag besuchen kommen.“
Das Format Live-Hörspiel-Theater
Das „Live-Hörspiel-Theater“ vereint Elemente des Hörspiels, des Sprechtheaters, des Performancetheaters und Musik zu einem innovativen und unterhaltsamen Ganzen, das in der europäischen Theaterlandschaft noch kaum Beachtung findet. Das Live-Hörspiel-Theater lebt vor allem dadurch, dass jegliche medialen Elemente „live“ entstehen, also nicht vorgefertigt abgespielt werden. Für das Entstehen von Geräuschen zum Beispiel, werden unterschiedlichste Alltagsutensilien verwendet, die zur fantasievollen Assoziation beitragen (zB. eine halbvolle Wasserflasche, die leicht geschüttelt das Rauschen von Wellen simuliert).
Im Gegensatz zum klassischen Sprechtheater etwa, wo das Schauspiel als „Leitmedium“ dient, dass durch die anderen künstlerischen Disziplinen unterstützt wird, verkörpert beim Live-Hörspiel-Theater nur eine Schauspielerin alle Rollen und die Musik trägt in gleichwertiger Weise zur Realisierung des Stoffes bei. Die Spielende stellt die Figuren zum Großteil rein durch Mimik, Gestik und Sprechfärbung dar.
Warum Grimm?
Es gibt kaum jemanden, der nicht zumindest ein Grimm-Märchen aus dem Stehgreif nacherzählen könnte. Wir wuchsen mit ihnen auf. Wir fieberten mit ihnen mit. Begaben uns in phantastische Welten, voll sprechender Tiere, Hexen und Zauberei. In Welten, in denen alles möglich erscheint. Lernten Geschichten kennen, die so simpel und ansprechend zugleich waren, sodass wir sie auf alle Zeiten nicht vergessen werden.
„GRIMM live & ungeschönt“ spielt mit der unschuldigen Erinnerung aus Kindheitstagen. Es möchte sowohl eine Reise in die Vergangenheit, als auch erbarmungslose Konfrontation mit dem Jetzt sein. Es meißelt alles Arglose ab, legt den wahren Kern frei. Und zeigt nicht nur das, was Grimm-Märchen wirklich sind, sondern auch, als was sie ursprünglich in ihrer Erstausgabe erschienen sind: Drastische Geschichten voll Brutalität und Infragestellung gesellschaftlicher Konventionen.
Warum Splatter?
Auch wenn man sich an eine zeitgenössische, künstlerische Umsetzung ausgewählter Grimm-Märchen herantastet, kommt man zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass nur ein einziges Genre der literarischen Vorlage gerecht wird: Splatter!
Als „Splatter“ bezeichnet man eigentlich eine Untergattung des Horrorfilms, in dem die Darstellung exzessiver Gewalt im Vordergrund steht. Oft wird das Zeigen von expliziter Brutalität aber dermaßen ins Groteske gezogen, dass das Publikum einen satirisch-humoristischen Zugang zum Gezeigten findet. Das ermöglicht wiederum die vom antiken Theater bekannte „Katharsis“: Die psychische Reinigung von inneren Konflikten, verdrängten Emotionen und Aggressionen. Die dürfte auch der Grund sein, weshalb sich blutige und brutale Geschichten aller Art über die Jahrhunderte hinweg größter Beliebtheit erfreuen.
Den „Katharsis“- Effekt möchte „GRIMM live & ungeschönt“ für sich nutzen und somit deklarieren, dass es beim neu geschaffenen Genre des „Märchen-Splatters“ nicht um lustvolles Zelebrieren von erzählerischer Gewalt geht.
Aussenderin: Birgit Klauser, Bakk.phil., Geschäftsführung | Produktion | Kultur- und Eventmanagement, glashaus, ernten was man sieht, Film- und Theaterproduktionen, Tel 0699/81 96 95 77, birgit@glashauskollektiv.com , office@glashauskollektiv.com , www.glashauskollektiv.com , www.facebook.com/glashauskollektiv