"Wie schade, dass du ein Mädchen bist!"
Aus den Lebenserinnerungen der Schriftstellerin und Frauenvorkämpferin Rosa Mayreder (1858-1938)
Man wird erst wissen, was die Frauen sind, wenn ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird, was sie sein sollen, schreibt die Schriftstellerin, Frauenvorkämpferin, Philosophin und Malerin Rosa Mayreder 1905. Die Tochter eines Wiener Gastwirts spürt früh, dass sie anders ist, als sie soll, und beginnt, entschlossen die zahlreichen männlichen Vorrechte ihrer Brüder zu hinterfragen. Rosa, vielseitig begabt, interessiert sich brennend für "unweibliche" Themen und Tätigkeiten, experimentiert mit Champagner, weigert sich - zum Entsetzen ihrer Familie - ein Korsett zu tragen und beginnt mit 14 Jahren, in geheimen Aufzeichnungen, ein geistiges Doppelleben zu führen. Später setzt sie sich öffentlich, v.a. in Publikationen (u.a. "Zur Kritik der Weiblichkeit"), für die Gleichstellung der Geschlechter ein und wird Mitbegründerin des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereins sowie der Wiener Kunstschule für Frauen und Mädchen. In ihren Lebenserinnerungen hält sie Rückschau in eine Zeit, in der Ansichten wie „Das Weib besitzt kein Ich“ gesellschaftsfähig waren, und schildert humorvoll und berührend ihren Weg vom rebellischen Mädchen zur prägenden Persönlichkeit der ersten Österreichischen Frauenbewegung.
Textrecherche, Gestaltung und Rezitation: Bettina Rossbacher
Ort: Unteres Belvedere, Rennweg 6,1030 Wien
Anmeldung (beschränkte Platzanzahl!) und Information: Tel 01/79 557-134, public@belvedere.at , www.belvedere.at
Karten: EUR 4.- Aufpreis zum Museumseintritt
Aussenderin: Bettina Rossbacher, Sprecherin ? Rezitatorin ? Programmgestalterin, stimme@bettinarossbacher.com , www.BettinaRossbacher.com