von und mit Paul Chaim Eisenberg
Gibt es Streit in der Ehe, Probleme mit dem Nachbarn oder eine Krise im Job, gehen gläubige Jüdinnen und Juden nicht zum Coach oder zum Therapeuten – sie gehen zum Rabbi. Weisheit und Witz, Glaube und Gelassenheit sind im Judentum von jeher eng miteinander verknüpft. Rabbis verkörpern all das: Sie hören zu, sie wägen ab, helfen anderen dabei, den eigenen Weg zu finden. Denn wenn sich zwei streiten, wenden sie sich an ihren Rabbiner. Er hört den einen an und sagt, du hast recht. Dann hört er den anderen an und meint, du hast recht. Da kommt die Frau des Rabbiners herein und meint, die können ja nicht beide recht haben. Sagt der Rabbi: Und du hast auch recht. Rabbinische Weisheit und talmudische Logik sind in unzähligen Erzählungen, Anekdoten und Mythen dokumentiert. In seinem Handbuch der jüdischen Weisheit versammelt Paul Chaim Eisenberg, ehemaliger Oberrabbiner von Wien, kurzweilige Miniaturen rabbinischer „Lebensberatung“, von A wie Arbeit bis Z wie Zweifel. Ein humorvoll-hintersinniges Handbuch – auch für Atheisten.
Paul Chaim Eisenberg, geboren 1950, stammt aus einer bedeutenden Rabbinerfamilie, im Jahr 1983 übernahm er nach dem Tod seines Vaters das Amt des Oberrabbiners von Wien, um schließlich 1988 das Amt des Oberrabbiners des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs zu übernehmen. In seiner Funktion als spirituelles Oberhaupt der Juden Österreichs setzte sich Eisenberg stets für den Dialog mit Vertretern der katholischen Kirche und des Islam ein: so kam es unter ihm 1986 zum ersten offiziellen Treffen zwischen dem Erzbischof von Wien und einem Wiener Oberrabbiner. Paul Chaim Eisenberg verfasste zahlreiche Artikel in jüdischen und theologischen Fachzeitschriften. Neben seiner Funktion als Oberhaupt der Juden Österreichs tritt Eisenberg auch als Interpret von Klezmer-Musik in Erscheinung, unter anderem auch in Produktionen des ORF.
Eintritt frei!
Die weiteren Termine auf einen Blick:
18. März: Florian Scheuba „Schrödingers Ente: Warum eine Lüge keine Meinung ist“ (Sachbuch)
4. April: Martin Amanshauser „Die Amerikafalle“ (Sachbuch) bzw. „Es ist unangenehm im Sonnensystem“ (Gedichte)
11. April: Ptominentenlesung mit Bgm. Dr. Alfred Pohl, Rudi, Weiss und Bezirkshauptfrau Mag. Gerlinde Draxler
25. April: Bernhard aichner „Bösland“ (Krimi)
23. Mai: Werner Gruber „Flirten mit den Sternen“ (Sachbuch)
Aussender / Infos: Stadtbibliothek Mistelbach, 2130 Mistelbach Franz Josef-Straße 43, Tel 02572/25 15-6310, http://mistelbach.noebib.at