Musik und Moderation – Johannes Maria Bogner, Cembalo & Clavichord
Werke von J.S. Bach, L. und F. Couperin, J.J. Froberger
22. April 19.30 Uhr, 27. April 17 Uhr und 28. April 19.30 Uhr
(Dauer jeweils ca. 1 Stunde)
im Pfarrheim St. Stephan, Pfarrplatz 7, Baden
Eintritt frei, Spende erbeten! Mit freundlicher Unterstützung der Stadtpfarre Baden.
Johannes Maria Bogner, Cembalo Clavichord
Non mesure- ohne Mensur
Stylus Fantasticus- der Phantastische Stil
Johannes Maria Bogner: „Louis Couperin hat im 17 Jhdt. in Frankreich Preludes für Cembalo komponiert, ohne Notenwerte, ohne Takt, ohne Pausen…- ohne Mensur, die Noten sind frei wie gleichsam die Vögel am Himmel, die jedoch gebündelt wie von Geisterhand gelenkt in Schwärmen gemeinsam ihre Kreise in den Himmel ziehen. Ein Mysterium, von der Kunst der Improvisation geboren, auf Papier für die Nachwelt skizziert.
Sein Neffe Francois Couperin, „Le Grand“, hat versucht etwas mehr Klarheit in den Text zu bringen und durch „herkömmliche Notation“ dies zu bannen. Der Stuttgarter Komponist Johann Jakob Froberger, seinerseits von Italien und Girolamo Frescobaldi ausgebildet, auf alles neugierig, was die Tonsetzer seiner Zeit hervorbringen, trifft Louis in Paris und nimmt mit, was ihm Lust und Quelle der wildesten Ausbuchtungen seiner Phantasie bedeutet. Er wird so zum Präger des „Stylus Fantasticus“ und zum Vorbild und Wegbereiter eines gewissen Johann Sebastian Bachs….
Diese Bögen seien gespannt in einer Konzertstunde voller Überraschungen, was diese alte Zeit (unter vielem anderen) hervorgebracht hat…
gespielt auf einem Cembalo aus der Werkstätte Winfried Hackl, Perg, OÖ- nach einem Instrument von Vincent Tibaut (Toulouse, 1690)
und einem CLavichord aus der Werkstätte Thomas Glück, Nöchling NÖ- nach einem Instrument von Barolomeo Cristofori (FIrenze, 1700)“
Aussender: Prof. Hans-Gerd Ramacher, Stadtgemeinde Baden, Leiter der Abteilung Kultur, Hauptplatz 2, 2500 Baden, Tel 02252/86 800-520, kultur@baden.gv.at