Die ersten beiden Wochenenden brachten mit Monteverdis Marienvesper, georgischem Acapella-Gesang, Bodo Hells Texten, Liedern der Berberfrauen aus Südmarokko , dem ägyptischen Al Zar-Ritus, mit Podiumsgespräch, Film und Klangkunst ein inhaltlich diverses, höchst spannendes wie künstlerisch herausragendes Programm: Drei der vier Abende waren restlos ausverkauft. Rund um die Karwoche wartet das Osterfestival Imago Dei mit sieben weiteren Highlights zum Leitmotiv „Opfer“ auf.
Das Programm der Jubiläumsausgabe des Osterfestivals reflektiert die verschiedenen Bedeutungen von Opfer - vom Sacrificium bis zum Opfermahl.
Am Freitag, 12.4., liest der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler aus seinem Roman „Las dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe...“, in dem er das kollektive Schweigen rund um den Selbstmord eines SS-Verbrechers in seinem Heimatdorf Kamering thematisiert. Renald Deppe und die Wachauer Pestbläser setzen Winklers bösen Wortmarathon in klingende Aktion. Am 13.4. beschwort das Weltklasse-Klavierduo Ferhan und Ferzan Önder u.a. das „Frühlingsopfer“ Igor Strawinskys und spielt Werke von Gershwin, Say und Bach. Am Palmsonntag, 14.4., lädt der Ausnahmekünstler und Koch Paul Renner zum multimedialen Opfermahl, das u.a. von der Uraufführung eines Auftragswerks von Alexander Moosbrugger durch das Ensemble NAMES begleitet wird. Das fünfgängige Menu, inspiriert von verschiedenen Kulturen, mit Mezzes, marokkanischer Tachine, Huchen und mexikanischer Ziegensuppe nach Art der Tarahumara Indianer wird von Renner selbst, Bernhard Bohler, der Künstlerin Silke Eggl sowie dem Haubenkoch Josef Floh kredenzt (Details auf www.klangraum.at). Am Grundonnerstag, 18.4., begrüßt das Festival ein wahrlich starbesetztes Quintett im Klangraum: Gidon Kremer, Oleg Maisenberg und Solistinnen der Kremerata Baltica spielen Werke von Schubert, Weinberg und Schnittke. Das Konzert ist bereits ausverkauft! Am Karfreitag, 19.4., spannen „die Wiener Philharmoniker der symphonischen Bläsermusik“, wie das Pannonische Blasorchester schon bezeichnet wurde, einen Bogen aus Trauer und Auferstehungsmusiken von Messiaen über Mozart bis zu Dvorak und Richard Wagner. Am Ostermontag werden Auferstehung und Frühlingserwachen traditionell mit Alter Musik gefeiert. In diesem Jahr (22.4.) ist das renommierte deutsche Barockensemble la dolcetta mit Solistin Hanna Zumsande geladen, um u.a. mit Werken von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Sebastian Bach (Musikalisches Opfer) und Dietrich Buxtehude das Osterfestival Imago Die 2019 gebührend zu beschließen. Im Anschluss an das Konzert lädt der Verein der Freunde der Kunstmeile Krems zum traditionellen Empfang mit Wein und Brot.
Duratives Begleitprogramm zum Festival:
Klangkunst: Robin Minard: Silent Music (Kapitelsaal), geöffnet an Festivaltagen: 11 Uhr Konzertende, Stadt / Bienensstadt
Online Klang-Arbeit/Klang-Studie von JORN EBNER (AIR des Klangraum Krems)
http://sounds.central-peripheral.net
Tickets/Infos (auch zu EINFUHRUNGSGESPRACHEN, FILM- UND BEGLEITPROGRAMM sowie dem BUSTRANSFER nach den Konzerten): www.klangraum.at
Veranstaltungsorte:
Klangraum Krems Minoritenkirche, Minoritenplatz 5, 3500 Krems a.d. Donau;
Filme: Kino im Kesselhaus, am campus Krems, Dr. Karl-Dorrek-Strase 30, 3500 Krems a.d. Donau
Aussenderin: Barbara Pluch, Barbara.Pluch@noe-festival.at