Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem op. 45 - Fassung für Klavier zu vier Händen
Regina Riel - Sopran, Matthias Helm - Bariton, Kyoko Yoshizawa - Klavier, Istvàn Màtyàs - Klavier, Chor Ad Libitum, Heinz Ferlesch - Dirigent
Die Idee, eine Trauerkantate zu schreiben, entstand in Johannes Brahms schon sehr früh und wurde möglicherweise unter dem Eindruck des tragischen Todes seines verehrten Freundes und Förderers Robert Schumann 1856 noch verstärkt. Der Tod der Mutter im Februar 1865 scheint die inzwischen ruhende Komposition wieder in das Bewusstsein von Brahms gerückt zu haben, er nimmt die Komposition wieder auf und sendet im April 1865 den Satz IV zur Begutachtung an Clara Schumann.
Die Auswahl der Texte zeugt von einer enormen Bibelkenntnis Brahms‘; und von seiner persönlichen religiösen Überzeugung. Die Zuordnung zeigt zugleich seine geistige Freiheit, mit dem Gefundenen umzugehen und es in neuen Beziehungen erscheinen zu lassen. Die subjektive Komponente der Entstehungsgeschichte ist bezeichnend für Brahms und seine Erlebniswelt. Der selbst durchlittene Schmerz setzte in ihm künstlerisches Potential frei, das künstlerische Gestalten des Todesgedankens half ihm, selber Trost zu finden und das Leid zu überwinden.
"Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa Solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms deutsches Requiem zu stellen vermag", so hymnisch urteilte der schwer zu begeisternde Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick über dieses singuläre Werk der Gattung Requiem, das dem gerade 33jährigen Komponisten den Durchbruch verschaffte, mehr noch das zum bedeutendsten und populärsten seiner Werke werden sollte.
Eintritt: Vorverkauf € 20,- / Abendkasse € 25,-; Kinder bis 16 Jahre € 10,-
Aussenderin: Monika Anissin - KULTUR LANGENLOIS GMBH, buero@kulturlangenlois.at