Am Sonntag, den 7. Juli wurde der Hutterer-Gemüsegarten, der hinter dem Kleinhäuslerhaus aus Wilfersdorf angelegt wurde, feierlich eröffnet. Nach der Präsentation des neuen Wagnerei-Gebäudes ist es bereits die zweite Eröffnung im Jubiläumsjahr 2019. Das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen.
Paradeiser, die Hutteriten Suppenbohne, Knollensellerie und viele weitere Gemüsespezialitäten sind im neu angelegten Hutterer-Gemüsegarten im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz zu finden. Gelegen ist der neue Garten hinter dem Kleinhäuslerhaus aus Wilfersdorf, das die Ausstellung zu den Täufern im Weinviertel beherbergt. Somit wird das Thema der Hutterer und Täufer auch im zugehörigen Garten aufgegriffen und ergänzt die Ausstellung. Die Hutterer – eine Glaubensgemeinschaft, die in der Reformationszeit entstand – lebten vor allem im 16. und 17. Jahrhundert in Gütergemeinschaften im Weinviertel und in Südmähren und waren für ihren umfangreichen Gemüseanbau bekannt.
Die feierliche Eröffnung wurde von Reinhold Eichinger, Vorsitzender der Freikirchen Österreichs, vorgenommen. Josef Enzenberger informierte zur Geschichte der Hutterer-Bewegung und Gartenspezialist Wolfgang Palme zum Hutterer-Gemüsegarten.
Veronika Plöckinger-Walenta, wissenschaftliche Leitung des Museumsdorfs, freute sich über den neuen Garten: „Der Hutterer-Gemüsegarten ist eine tolle Ergänzung im Bereich Religion, insbesondere zum Täuferhaus.“
Anlässlich des Täufertags feierte die freikirchliche Glaubensgemeinschaft einen Gottesdienst, und den gesamten Nachmittag über wurden Führungen im und rund um das Täuferhaus und im neuen Hutterer-Gemüsegarten angeboten. Eine Begleitbroschüre zum neuen Hutterer-Gemüsegarten, die vom Hutterischen Geschichtsverein gestaltet wurde, ist im Museumsshop erhältlich.
Öffnungszeiten 2019:
15. April bis 1. November, täglich 9:30 – 18:00 Uhr
Ab 15. Oktober täglich 9:30 bis 17:00 Uhr
Aussenderin: Karin Öfferl, Tel: +43 2534/333 -14 oder +43 664 60499 290, karin.oefferl@museumsdorf.at