[dia’lekte] ist eine neue Veranstaltungsreihe des Vereines SPIELPLATZ Kunst+Kultur, die sich der Dialekt-Kunst verschiedener Disziplinen widmet. In einem regelmäßigen (jährlichen?) Zyklus sollen nicht nur Dialekt-Musik sondern auch z.B. Film oder Literatur ihren Platz finden. Der Dialekt ist dabei nicht nur auf die Region, das Bundesland oder Österreich beschränkt. So vielfältig Kunst an sich ist, so vielfältig sind auch die [dia’lekte] unserer Welt – und umso mehr die Dialekt-Kunst.
Den Beginn dieser Veranstaltungsreihe bilden 2019 die heimischen Dialekt-Größen Ernst Molden & Der Nino aus Wien mit ihrem Programm „Unser Österreich“ am 12.09.2019. In Kooperation mit dem Verein „Filmzuckerl“ wird am 17.09.2019 der Dokumentarfilm „INLAND“ von Ulli Gladik gezeigt. Die Quetschwork Family ist schon lange nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern haben sich mittlerweile und zu recht einen Fixplatz in der österreichischen Musiklandschaft erspielt. Sie liefern mit ihrem Programm „Kopfkino“ am 19.09.2019 einen weiteren Höhepunkt der „mundART-tage waidhofen/ybbs“. Vielleicht finden noch weitere Programmpunkte ihren Weg in die [dia’lekte] ´19 ... wir werden sehen ... Qualität vor Quantität ist unser Credo.
Ernst Molden & Der Nino aus Wien „Unser Österreich“
12. September, 20 Uhr, Plenkersaal, Plenkerstraße 8a, 3340 Waidhofen/Ybbs
Die beiden gefeierten Songwriter, der Poet aus Erdberg mit den im ganzen deutschen Sprachraum gefeierten Highlights wie "Awarakadawara" oder "Ho Rugg" (deutscher Liederpreis 2015), sowie der "Bob Dylan vom Praterstern" (Falter), präsentieren die Juwelen der goldenen Phase des Austropops. Sie interpretieren sie deutlich reduziert, aber voll Respekt und Intensität und stellen sie in Zusammenhang mit dem eigenen Werk.
"Ernst Molden und Nino widmen sich hier vor allem heimischem Liedgut der 1970er und frühen 1980er Jahre und geben den Arbeiten von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Falco, André Heller und Ludwig Hirsch ein neues, entschlacktes Leben. Die oft dubiosen und manchmal grandiosen Original-Arrangements werden durch zwei Gitarren ersetzt, und wer glaubt, dass Falcos 'Nachtflug' in dieser Umgebung nichts zu suchen hat, der hat sich arg getäuscht." (G. Bus Schweiger/Skug)
Ernst Molden, hineingeboren in eine Wiener Literaten- und Publizistenfamilie, kennt das Kulturleben von verschiedensten Seiten. Er arbeitete u.a. als Polizeireporter und Dramaturg, ist Romancier, Essayist und Theater-, Liederbuch-, Hör- und Singspielautor. Vor allem aber tritt Molden als Musiker, Liederschreiber und Sänger in den verschiedensten Konstellationen in Erscheinung. Seine Alben, darunter zuletzt "Ho rugg" mit Resetarits, Soyka & Wirth, brachten ihm u.a. den Ruf eines "Leonhard Cohen von Wien" (Falter) ein sowie den des "besten Texters des neuen Wienerlieds" (Die Presse).
Der Nino aus Wien ist der wohl ungewöhnlichste Popstar des Landes. Wie die Presse schon 2009 schrieb, "schlug er ähnlich außerirdisch in der Wiener Musikszene auf wie der junge Bob Dylan einst in Greenwich Village." Besonders gut in Erinnerung ist seine oft deftig gewürzte Herzschmerz-Poesie, wie in seinem Durchbruchslamento "Du Oasch". Nach seinem Erfolgsalbum "Schwunder" erschienen 2014 gleich zwei neue Langspieler auf einmal; "Bäume" und "Träume".
2015 veröffentlichten Der Nino aus Wien und Ernst Molden das Album „Unser Österreich“.
Ernst Molden: voc, guit | Der Nino aus Wien: voc, guit
Quetschwork Family „Kopfkino“
19. September, 20 Uhr, Plenkersaal, Plenkerstraße 8a, 3340 Waidhofen/Ybbs
Die Quetschwork Family ist die reinste Bu¨hnenbilderbuchfamilie - mit all ihren Rollenbildern. Während Jakob sehr harmonikabedu¨rftig ist, gibt Markus mit seinem Bass gerne Kontra. Und während Julia, mit Stimmgabel bewaffnet, zum Sturm gegen den all- und gemeinen Blockflötenverriss bläst, leistet Walter mit seinem Gitarrenspiel Akkordarbeit.
Hier wird ganz kreativ in die Tascheninstrumente gegriffen und zwischendurch mal eben aus dem Schmähkästchen geplaudert. Die Texte werden durgemäß dialektal verabreicht – ganz ohne homöopathische Dosenmusik – und behandeln die wirklich instrumentalen Fragen des Lebens: Ist aus einer Beziehung ohne Druck irgendwann die Luft raus? Und wenn ja, warum heißt es dann nicht Bedruckung? Wenn Humor wirklich der Knopf ist, der verhindert, dass einem der Kragen platzt, dann geht die Quetschwork Family mit ihrer vierreihigen Knopferlharmonika auf Nummer Sicher.
„So unvergleichlich schön kann sich Dialekt anhören. So intelligent dessen musikalische Verpackung ausfallen. Und so herrlich unterhaltsam, weil frei von jeder moralischen Zeigefinger-Botschaft, kann ein Abend rund um viele sehr menschelnde Themen sein.“ (Mittelbayrische)
Über SPIELPLATZ Kunst+Kultur:
SPIELPLATZ Kunst+Kultur ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Vielfalt von Kunst und Kultur in der Region Waidhofen/Ybbs.
Die Vereinsarbeit definiert sich im Wesentlichen in zwei Tätigkeitsbereichen: Die Basis bilden Einzelveranstaltungen, Veranstaltungsreihen oder Schwerpunkt-Initiativen mit regionalen, nationalen und internationalen KünstlerInnen.
Daraus folgend und darauf aufbauend steht die Förderung von Nachwuchs-KünstlerInnen aus der Region. Dies soll einen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der regionalen Kunst und Kultur leisten. SPIELPLATZ Kunst+Kultur will die Vielfalt und Kreativität in der regionalen Kulturlandschaft erweitern. Kunst braucht Vielfalt – Kultur entsteht aus Vielfalt.
Aussender / Veranstalter / Infos: Verein „SPIELPLATZ Kunst+Kultur", 3340 Waidhofen/Ybbs, guenther@spielplatzkuk.at